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Fall Amad A.: NRW-Innenminister muss in den Zeugenstand

Düsseldorf (dpa/lnw)

Vor drei Jahren starb der Syrer Amad A. nach einem Brand in seiner Gefängniszelle. Bald kam heraus: Er saß unschuldig hinter Gitter. Nun muss NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) als Zeuge in dem Fall aussagen.

Von dpa

NRW-Innenminister Herbert Reul. Foto: Malte Krudewig/dpa/Archivbild

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) muss heute im Untersuchungsausschuss des Landtags zum Tod des jungen Syrers Amad A. als Zeuge aussagen. Neben Reul sind auch sein Staatssekretär sowie die Abteilungsleiterin der Polizeiabteilung als Zeugen geladen.

Amad A. war 2018 unschuldig inhaftiert worden und nach einem Brand in seiner Zelle gestorben. Der Haftbefehl, der ihn hinter Gitter gebracht hatte, galt nicht ihm, sondern einem Mann aus dem westafrikanischen Mali, der dem Syrer überhaupt nicht ähnlich sah.

Amad A. hatte vergeblich seine Unschuld beteuert und wochenlang hinter Gittern gesessen. Die Staatsanwaltschaft hatte in dem Fall wegen Freiheitsberaubung gegen Polizisten ermittelt, die Ermittlungen aber später eingestellt.

Als Ursache wurde vermutet, dass die Personendateien des Syrers und des Westafrikaners im Fahndungssystem der Polizei verschmolzen wurden. Doch an dieser Version waren bald Zweifel aufgekommen.

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