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Natur

Fischsterben in Stever: Algen sorgen für Sauerstoffarmut

Haltern am See (dpa/lnw)

Ein erhöhtes Algenaufkommen im warmen Wasser ist wohl die Ursache für den niedrigen Sauerstoffgehalt der Stever bei Haltern am See, der zu einem Fischsterben geführt hat. Es seien vermehrt Algen aus dem flussaufwärts liegenden Hullerner Stausee in das Gewässer übergetreten, sagte der Leiter des Wasserwerks Haltern, Magnus Meckelburg, am Montag.

Von dpa

Die Algenblüte - so nennt man das Auftreten vieler Algen - ist demnach ein im Sommer übliches Phänomen. Es überlagerten sich derzeit aber verschiedene Effekte: Das Wasser werde durch die Algen eingetrübt, dies reduziere die Photosynthese. Dazu komme, dass das Wasser derzeit sehr warm sei - und somit weniger Sauerstoff aufnehmen könne. Gleichzeitig steigt bei den Temperaturen aber der Sauerstoffbedarf von Fischen und anderen Lebewesen, wie Meckelburg erklärte.

In dem Fluss hatten am Sonntag unzählige tote kleine und mittelgroße Fische getrieben. Betroffen ist laut Meckelburg ein 500 Meter langer Abschnitt der Stever. Der Sauerstoffgehalt sei dort weiterhin niedrig, sagte er am Montag.

Bereits vor dem Wochenende wurde mit Lüftern an der Wasseroberfläche Sauerstoff zugeführt. Nun habe man in einem aufwendigeren Verfahren tiefer im Wasser einen «Strahlbelüfter» installiert. Dieser erzeugt demnach eine Art «Blasenvorhang», der Sauerstoff in das hindurchfließende Wasser einbringt.

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