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Dortmunder Schwurgericht

Freundin im Streit erwürgt: Haft und Alkoholtherapie

Dortmund (dpa/lnw)

Er tötete seine Lebensgefährtin getötet und versteckte die Leiche monatelang in der gemeinsamen Wohnung. Weil er keine Miete mehr zahlte, kam das Verbrechen ans Licht. Nun hat das Landgericht das Urteil für einen 53-Jährigen gesprochen.

Von dpa

Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Ein 53-Jähriger, der seine Lebensgefährtin im Streit erwürgt und die Leiche versteckt hat, ist wegen Totschlags zu sieben Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Einen Teil der Strafe soll er laut Urteil des Dortmunder Schwurgerichts für eine Alkoholtherapie nutzen.

Die Leiche hatte der Mann nach der Tat im September 2020 mehrere Monate lang in der gemeinsamen Wohnung versteckt. Freunden und Bekannten erzählte er den Erkenntnissen zufolge, seine Partnerin sei im Gefängnis. Die bereits stark verweste Frauenleiche war erst im Sommer 2021 gefunden worden: Nachdem der Vermieter keine Miete mehr erhalten hatte, hatte er die Öffnung der Wohnung veranlasst.

Die Alkoholtherapie für den nun verurteilten Deutschen soll im Sommer 2023 beginnen und nach Einschätzungen eines psychiatrischen Sachverständigen etwa zwei Jahre dauern. Absolviert der Mann die Behandlung erfolgreich, kann er danach mit seiner vorzeitigen Haftentlassung auf Bewährung rechnen. 

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