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Geflügelpest: 43.000 Junghennen werden getötet

Delbrück (dpa/lnw)

In Delbrück-Westenholz im Kreis Paderborn ist binnen weniger Stunden ein zweiter Fall von Geflügelpest bestätigt worden. Betroffen sei eine Junghennen-Aufzucht, teilte der Landrat am Donnerstagabend mit. Voraussichtlich am Freitag müsse der gesamte Bestand von rund 43.000 Jungenhennen getötet werden. Zuvor hatte es einen unterdessen ebenfalls bestätigten Geflügelpest-Verdacht in einer Putenhaltung gegeben. Dort mussten 7400 Tiere vorsorglich getötet werden.

Von dpa

Im Landkreis Cloppenburg ist erneut das Geflügelpest-Virus in einer Putenhaltung festgestellt worden. Foto: Ingo Wagner/dpa/Archivbild

«Wir gehen auf einen harten Winter zu», sagte die Amtsveterinärin des Kreises, Elisabeth Altfeld, laut Mitteilung zur Geflügelpest-Lage. Kaltes und nasses Wetter begünstigte die Verbreitung des Virus. Der Kreis hatte daher bereits in der vergangenen Woche Geflügelhalter - gewerbliche wie Hobbyhalter - dazu aufgerufen, ihre entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen zu überprüfen. Altfeld empfahl den Tierhaltern, das Geflügel im Stall zu lassen.

Rund 1800 Geflügelhaltungen gibt es den Angaben zufolge im Kreis Paderborn, darunter viele Hobbyhaltungen. Im Kreis war die Geflügelpest zuletzt fünf Mal im April und Mai dieses Jahres ausgebrochen. Insgesamt mussten den Angaben zufolge rund 315.000 Tiere vorsorglich getötet werden. In jüngster Zeit hatten mehrere Kreise in Niedersachsen Geflügelpestfälle gemeldet.

Das Virus ist hochansteckend und leicht übertragbar. Die Seuche kann durch die Luft und bereits durch indirekten Kontakt über Personen, andere gehaltene Säugetiere, Fahrzeuge, Transportbehälter, Verpackungsmaterial, Eierkartons, Einstreu oder tierische Schädlinge sowie durch Ausscheidungen übertragen werden.

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