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Hochwasser

Starkregen in der Nacht: Überflutungen in NRW möglich

Essen

Nach drei Tagen Hitze kündigt sich in Nordrhein-Westfalen Abkühlung an. Doch die erwarteten Gewitter können auch Starkregen mit sich bringen. Überflutungen sind deshalb nicht auszuschließen.

Von dpa

Nach der Hitze sind in NRW Gewitter und Starkregen möglich. Foto: dpa

Nach dem bislang heißesten Tag des Jahres haben sich die Menschen in Nordrhein-Westfalen direkt auf das nächste potenziell gefährliche Wetterphänomen einstellen müssen: Gewitter und Starkregen. Für die Nacht zum Donnerstag wurden vor allem für den Norden des Bundeslands Unwetter vorhergesagt, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwoch mitteilte.

Experten hielten lokale Überflutungen in der Nacht für möglich, Informationsstufen bei den Pegelständen sollten aber voraussichtlich nicht überschritten werden. Die Niederschläge verringern aber wenigstens die Gefahr eines Problems, das in den vergangenen Tagen viele Feuerwehren in NRW beschäftigte: Waldbrände.

Intensive Gewitter in NRW erwartet

Der DWD rechnete vor allem für den Abend und die Nacht zum Donnerstag mit zunehmend intensiveren Gewittern. Punktuell könne es bis zu 70 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von drei bis sechs Stunden geben, hieß es. Der Schwerpunkt des Starkregens erstrecke sich wahrscheinlich vom Ruhrgebiet bis ins Münsterland.

Der Hochwasserinformationsdienst des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) teilte mit, aufgrund der überwiegend trockenen Böden sei mit einer reduzierten Wasseraufnahmefähigkeit zu rechnen, bei Starkregen könne es lokal zu Überflutungen und Abschwemmungen kommen. Laut Lanuv ist in den Regionen Niederrhein, Münsterland und Teutoburger Wald mit Spitzen zu rechnen.

Überflutungen bei kleineren Gewässern möglich

Bei kleineren Gewässern seien bei den lokalen Gewittern Ausuferungen und Überflutungen möglich. Auch für größere Gewässer in NRW müsse man mit steigenden Wasserständen rechnen. Im Extremfall könne etwa der Pegel der Berkel bei Ammeloe um einen Meter, der Pegel der Lippe bei Leven um eineinhalb Meter steigen. Damit wäre aber noch immer nicht die erste Informationsstufe erreicht, bei die Öffentlichkeit vor Ausuferungen gewarnt wird.

Zuvor hatte lang anhaltende Trockenheit für eine Häufung von Waldbränden in NRW gesorgt. Allein am Dienstag seien sieben Brände registriert worden, teilte das NRW-Landwirtschaftsministerium am Mittwoch in Düsseldorf mit. Seit vergangenem Samstag waren es demnach insgesamt elf Brände, während es in den fast vier Wochen davor im Wald gar nicht gebrannt hatte. Im laufenden Jahr gab es - abgesehen von den vielen Bränden der vergangenen Tage - im Vergleich zu den Vorjahren wenige Waldbrände. 2019 waren es noch 95 Brände gewesen. 2020 waren es 227, 2021 waren es 79.

Waldbrandgefahr sinkt

Der Waldbrandgefahrenindex verzeichnete am Dienstag und Mittwoch hohe Gefahr in ganz NRW, in Teilen des Münsterlands und in Ostwestfalen-Lippe herrschte am Mittwoch teils sogar die höchste Warnstufe 5 - also „sehr hohe Gefahr“. Der Regen in der Nacht zum Donnerstag macht sich dann jedoch auch beim Waldbrandgefahrenindex bemerkbar: Der verzeichnete für Donnerstag und ganz NRW dann wieder „sehr geringe Gefahr“.

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