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IG Metall fordert sozial-ökologischen Umbau der Industrie

Duisburg (dpa/lnw)

Die IG Metall hat am Freitag in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens für einen sozial-ökologischen Wandel der Industrie demonstriert. Die Gewerkschaft schätzte die Teilnehmerzahl NRW-weit auf insgesamt 8000. Die größte Kundgebung gab es am Stahlstandort Duisburg. Dort wollte am späten Vormittag auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) zu den Metallern sprechen.

Von dpa

Ein Stahlarbeiter trägt während einer Kundgebung in Duisburg einen Helm. Foto: picture alliance / Caroline Seidel/dpa

Bei dem bundesweiten Aktionstag der Gewerkschaft sind unter dem Motto «Fairwandel» Kundgebungen in 50 Städten geplant. Hintergrund sind die erwarteten Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft durch Klimawandel, Digitalisierung und Verschiebungen der globalen Kräfteverhältnisse. Die Gewerkschaft befürchtet unter anderem einen massiven Arbeitsplatzabbau im Zuge von Klimaschutzmaßnahmen.

«Die Beschäftigten erwarten von der neuen Bundesregierung, dass sie die soziale und ökologische Gestaltung der Industrie zum Kernprojekt der nächsten Legislaturperiode macht», sagte NRW-Bezirksleiter Knut Giesler in Duisburg.

IG-Metall-Vorstand Jürgen Kerner forderte mit Blick auf die Stahlindustrie ein schnelles Handeln der Politik: «In den nächsten Monaten entscheidet sich die Zukunft der Arbeitsplätze in der Stahlindustrie.» Die Beschäftigten seien bereit, die Herausforderungen anzunehmen und ihren Beitrag für das Projekt einer klimaneutralen Stahlproduktion zu leisten. «Deutschland muss Industrieland und damit Stahlland bleiben. Mit zukunftsfähigen Arbeitsplätzen.» Dazu müsse sich die künftige Bundesregierung eindeutig bekennen und in den ersten 100 Tagen konkret handeln.

Kundgebungen waren nach Angaben der IG Metall in NRW auch in Grevenbroich, Neuss, Düsseldorf, Köln, Bielefeld und Lüdenscheid geplant.

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