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Lübenscheid

IW-Studie: A45-Brückensperrung bringt Milliardenschäden

Siegen (dpa/lnw)

Die Sperrung der A45-Brücke bei Lüdenscheid bringt der südwestfälischen Region nach einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Milliardenschäden durch Staus, Umleitungen und sinkende Immobilienpreise. An den Ausweichrouten lebten rund 20.000 Menschen und seien etwa 1600 Unternehmen ansässig, sagte der Geschäftsführer von IW Consult, Hanno Kempermann, am Montag bei der Vorstellung der Studie. Unternehmen wie Anwohner würden durch Verkehrslärm und sinkende Standortattraktivität stark belastet.

Von dpa

Allein für den direkt betroffenen Märkischen Kreis seien die Wachstumsverluste auf 600 Millionen Euro zu schätzen, sagte Kempermann laut einer Mitteilung. Bei einer üblichen Neubauzeit von zehn Jahren für eine neue Brücke könne von Gesamtschäden von 3,5 Milliarden Euro ausgegangen werden.

Der Verkehrsverband Westfalen hatte die Studie in Auftrag gegeben. Die Wirtschaft der Region trockne kontinuierlich aus, wenn die «unverzichtbare Lebensader A45» durchtrennt bleibe, sagte der Vorstandschef des Verbandes, Marc Simon. Der Verband dringt auf eine Beschleunigung des Genehmigungsverfahrens für einen Brückenneubau.

Die marode Autobahnbrücke Rahmede auf der wichtigen Nord-Süd-Achse A45 ist seit dem 2. Dezember gesperrt - die Sauerlandlinie unterbrochen. Die Brücke soll in diesem Jahr gesprengt werden und ein Neubau schnellstmöglich erfolgen, was aber mehrere Jahre dauern wird.

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