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Junges Opfer von Messerattacke außer Lebensgefahr

Düsseldorf (dpa/lnw)

Der in der Düsseldorfer Altstadt durch mehrere Messerstiche schwer verletzte Jugendliche aus dem Ruhrgebiet hat die Attacke mit viel Glück überlebt. Zwei Ärztinnen, die zufällig vorbeikamen, konnten seine Stichwunden rasch erstversorgen und die Blutungen weitgehend stoppen. Nach Aussage des Notarztes, der die Versorgung des Schwerverletzten dann übernahm, wäre der Minderjährige ohne die rasche Hilfe binnen einer Minute verblutet, wie ein Polizeisprecher am Montag sagte.

Von dpa

Ein Krankenwagen fährt mit Blaulicht auf einer Straße. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Der Tatort in der Altstadt ist videoüberwacht, die Auswertung läuft. Die Polizei hatte noch in der Nacht zahlreiche Zeugen vernommen, die zur Tatzeit vor Ort waren. Eine Mordkommission wurde gebildet. Das Opfer stammt, wie schon das aus der Vorwoche, aus dem Ruhrgebiet.

Ersten Erkenntnissen zufolge waren am Samstag zwei Gruppen aneinandergeraten. Dabei handelte es sich um Jugendliche und Heranwachsende. Einer von ihnen habe das Messer gezogen und mehrfach auf das Opfer eingestochen.

Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) hatte danach vorgeschlagen, die Altstadt zur Waffenverbotszone zu erklären. Eine Regelung müsste das Land erlassen und von der Polizei durchgesetzt werden. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) zeigte sich nicht abgeneigt: «Wer feiern will, braucht dazu kein Messer», sagte er der «Rheinischen Post».

Erst vor einer Woche war es in der Düsseldorfer Altstadt zu einem tödlichen Streit gekommen, bei dem ein 19-Jähriger starb, der mit einer abgebrochenen Flasche - möglicherweise in Notwehr - traktiert worden war.

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