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«Keine Impfpflicht»: Tausende Impfgegner protestieren

Düsseldorf (dpa/lnw)

Demonstrationen gegen eine Corona-Impfpflicht wurden in Düsseldorf und in Aachen gemeldet. In der Landeshauptstadt hatten Teilnehmer teils die in medizinischen Berufen übliche grüne Schutzkleidung an. 120 Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung wurden festgestellt.

Von dpa

Menschen demonstrieren gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Foto: David Young/dpa

In mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen waren am Samstag mehrere Tausend Gegner von Corona-Maßnahmen auf der Straße. In Düsseldorf hatten Teilnehmer Transparente dabei mit Aufschriften wie «Pflege mit Herz - aber ohne Impfpflicht» oder «Keine Impfpflicht». Viele Demonstranten trugen grüne Kittel und Haarhauben, die in medizinischen Berufen üblich sind. Die Polizei sprach am Samstag von etwa 3900 Teilnehmern - angemeldet waren 3500.

Das Spektrum der Teilnehmer der angemeldeten Demonstration war bunt gemischt - auch Familien mit Kindern waren darunter. Das Motto lautete «Für freie Impf-Entscheidung - Kein ungeimpfter Mensch ist illegal». Eine Woche zuvor waren mehr als 7500 Kritiker der Corona-Politik in der Landeshauptstadt unterwegs gewesen.

Polizei und Ordnungsamt ahnden nach eigenen Angaben mehr als 120 Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung. Zudem seien die Beamten eingeschritten, als innerhalb des Aufzugs Pyrotechnik gezündet worden sei. An der Aufzugsstrecke sei es vereinzelt zu nicht angemeldeten Gegenprotesten gekommen. Entsprechende Anzeigen seien erstellt worden. Unter anderem hielten Impf-Befürworter rote Karten und Transparente hoch: «Wir sind die Mehrheit».

In Aachen waren nach Polizeiangaben mehr als 700 Menschen unter dem Motto «Nein zur Impfpflicht» auf der Straße. Die angemeldete Kundgebung sei friedlich verlaufen, teilte die Polizei mit. Ein paar Male habe man auf die Maskenpflicht hinweisen müssen. Zwei Anzeigen wurden geschrieben: eine wegen Verstoßes gegen das Vermummungsverbot, eine zweite wegen Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. An einer Gegenkundgebung «Solidarisch durch die Pandemie» beteiligten sich etwa 70 Teilnehmer.

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