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Krefeld

Keller-Leiche entdeckt: Verbindung zu Mordfall wird geprüft

Krefeld (dpa/lnw)

In einem Keller in Krefeld ist eine eingemauerte Frauenleiche entdeckt worden. Das haben Ermittlerkreise am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bestätigt. Offenbar sehen sie eine Verbindung ins Ruhrgebiet, denn die Polizei in Gelsenkirchen und die Staatsanwaltschaft in Essen übernahmen die Ermittlungen.

Von dpa

Ein Absperrband der Polizei. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Die Leiche sei noch nicht identifiziert worden, hieß es dort. Zur Vermutung, es könne sich um die sterblichen Überreste der ermordeten Anna S. aus Gelsenkirchen handeln, wollten sich die Ermittler am Montag nicht äußern.

Der Keller war aber offenbar für einen Mann zugänglich, der bereits wegen Mordes zur Höchststrafe verurteilt ist. Der Bundesgerichtshof hatte das Urteil gegen den seinerzeit 47-Jährigen im vergangenen September bestätigt.

Er hatte nach Überzeugung der Richter seine Ex-Freundin umgebracht, deren Leiche bis heute nicht gefunden wurde. Dafür war er zu lebenslanger Haft mit besondere Schwere der Schuld und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden.

Die 35-Jährige war im Juni 2019 verschwunden. Später entdeckte Bilder und Fotos auf dem Computer ihres Mörders zeigten ihre Leiche auf dem Boden seiner Krefelder Wohnung.

Der Mann war bereits 1999 zu elf Jahren Haft verurteilt worden, weil er schon damals eine Frau mit über 100 Messerstichen getötet hatte.

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