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Knappes Wahlergebnis: NRW-Wirtschaft mahnt zur Eile

Essen (dpa/lnw)

Konzerne und Wirtschaftsverbände in NRW haben angesichts des knappen Wahlergebnisses bei der Bundestagswahl laut einem Medienbericht zur Eile gemahnt. «Was auch immer am Ende von Sondierungen und Koalitionsverhandlungen steht, es sollte so schnell wie möglich gehen, denn Deutschland braucht Stabilität und einen klaren Kurs», sagte RWE-Chef Markus Krebber der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung» (WAZ, Montag). «Vor uns liegt ein Jahrzehnt der großen Veränderung. Wir brauchen Tempo, um die Weichen für eine klimaneutrale Industrie zu stellen, die Infrastruktur zu modernisieren und die Digitalisierung massiv voran zu treiben.» Dafür brauche es eine geschlossene kraftvolle Regierung, die jetzt handle.

Von dpa

Markus Krebber, Finanzvorstand (CFO) der RWE AG, steht in einem Gang im RWE Campus. Foto: Fabian Strauch/dpa

Auch NRW-Arbeitgeberpräsident Arndt Kirchhoff mahnte zur Eile: «Es ist das erwartet komplizierte Ergebnis. Ich hoffe trotzdem auf eine schnelle Regierungsbildung. Die Herausforderungen für unser Land sind zu groß, als dass wir uns nun eine monatelange Hängepartie in Berlin leisten können», sagte er der «WAZ». Sein Favorit sei eine Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP: «Ihr traue ich am ehesten zu, gleichermaßen die ökonomischen wie auch die ökologischen Herausforderungen zu meistern.»

Erleichtert darüber, dass ein Linksbündnis keine Mehrheit hat, zeigte sich Evonik-Chef Christian Kullmann: «Rot-Grün-Rot wird es nicht geben, das ist gut und wichtig», sagte Kullmann, der auch Präsident des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) ist, der Zeitung. Die Menschen hätten in großer Mehrheit eine wirtschaftsfreundliche Politik gewählt. «Die Grünen sind nach ihren Höhenflügen wieder im Normalmaß angekommen. Sie haben nun die Chance, eine stabile Regierung der ökonomischen Vernunft mitzutragen: für Wirtschaftswachstum, Innovation und Klimaschutz», sagte Kullmann.

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