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Auktion

Köln trennt sich von Riesenteppich, auf dem die Queen stand

Köln (dpa)

Die Stadt Köln trennt sich von einem riesigen Teppich, auf dem in den 60er Jahren bei festlichen Empfängen im Rathaus sowohl die Queen als auch US-Präsident John F. Kennedy gestanden haben. Der Teppich ist 14 Meter lang und 6,25 Meter breit. Das mache ihn zu einer «kleinen Sensation», sagte eine Sprecherin des Auktionshauses Lempertz, das ihn am 17. November versteigert. «Dafür benötigt man nämlich einen entsprechenden Webstuhl - und der musste dafür erfunden und gebaut werden.» Der Kölner «Express» hatte berichtet.

Von dpa

Blick von dem rechtsrheinischen Ufer auf die Kranhäuser und den Kölner Dom. Foto: Thomas Banneyer/dpa/Archivbild

Der Schätzwert des Teppichs beläuft sich auf 30.000 bis 40.000 Euro. Ursprünglich war er ebenso wie 21 andere persische Teppiche von den Nazis für Repräsentationsbauten des «Dritten Reiches» in Auftrag gegeben worden. Vier dieser Teppiche wurden 1962 von der Stadt Köln erworben. Der größte lag im Hansasaal im Historischen Rathaus. Dieser ursprünglich aus dem Mittelalter stammende Saal wird nun denkmalgerecht instandgesetzt. Der später gelegte Fliesenboden wurde dafür entfernt und wieder ein adäquates Parkett verlegt. Dieses solle künftig nicht mehr mit dem Teppich aus dem 20. Jahrhundert bedeckt werden, teilte eine Sprecherin der Stadt mit.

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