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Kölner CDU will Ausschlussverfahren gegen Otte einleiten

Köln/Berlin (dpa)

Die Kölner CDU will ein Parteiausschlussverfahren gegen den Vorsitzenden der erzkonservativen Werte-Union, Max Otte, einleiten. Das habe der Kreisverband gemeinsam mit dem Landesverband und der Bundespartei beschlossen, sagte die Sprecherin der Kölner CDU der Deutschen Presse-Agentur. Die AfD hatte Otte als ihren Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten vorgeschlagen. «Ich nehme die Nominierung der AfD gerne an», sagte Otte am Dienstag dem «Spiegel». Er empfinde den Vorschlag «als große Ehre.»

Von dpa

Das Logo der CDU. Foto: Michael Kappeler/dpa/Symbolbild

NRW-Ministerpräsident und CDU-Landeschef Hendrik Wüst hatte Otte kurz zuvor zum Austritt aus der CDU aufgefordert. In der «Rheinischen Post» (Mittwoch) kündigte Wüst ein Ausschlussverfahren an, sollte Otte für die AfD für das Amt des Bundespräsidenten kandidieren.

Die Kölner CDU-Sprecherin betonte, man beobachte Otto schon länger sehr kritisch und gehe davon aus, dass nun die Voraussetzungen für einen Parteiausschluss gegeben seien. Otte gehört dem Kölner Kreisverband an. Das Verfahren solle möglichst zügig eingeleitet werden, man müsse die dafür erforderlichen nächsten Schritte aber auch «richtig tun», erläuterte die Kölner Sprecherin.

Kurz zuvor hatte der dortige CDU-Kreisvorsitzende Bernd Petelkau schon in einer Mitteilung erklärt, dass sein Verband «in Absprache mit der Landes- und Bundespartei» ein Ausschlussverfahren anstrebe.

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