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Kölner Oberbürgermeisterin: Gerechte Flüchtlingsverteilung

Köln (dpa)

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker fordert von der Bundesregierung ein System zur Verteilung der Flüchtlinge aus der Ukraine. «Noch immer scheint das Prinzip Zufall zu regieren», kritisierte die parteilose Politikerin am Dienstag. «Es gibt noch immer keine geordnete Verteilung der Menschen, die zu uns kommen. Das wird nicht mehr lange gut gehen. Die Bundesregierung muss jetzt ein System aufsetzen, das eine Verteilung nach Kapazitäten sicherstellt.»

Von dpa

Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln (Mitte) in einer Schlafzelle in einer Messehalle. Foto: Federico Gambarini/dpa

Derzeit kämen viele Menschen in große Städte wie Köln, weil sie davon schon einmal gehört hätten. «Das kann aber auf Dauer nicht funktionieren. Wir belegen in Köln ab heute schon eine Messehalle mit über 1000 Plätzen. Aus anderen Städten höre ich, dass schon wieder Turnhallen belegt werden.» Die Geflüchteten hätte aber etwas Besseres verdient, sagte Reker der Deutschen Presse-Agentur. «Darum muss sich die Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern nun kümmern.» Erforderlich seien eine zentrale und mehrere regionale Drehscheiben. Die Zeit dabei dränge.

In Köln sind den Angaben zufolge bisher mehr als 2100 ukrainische Geflüchtete in städtischen Unterkünften untergekommen. Die Notreserve von 1500 Plätzen sei bereits Ende vergangener Woche ausgeschöpft gewesen. Ab Dienstag stünden in der Kölner Messe kurzfristig weitere 1100 Plätze zur Verfügung.

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