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Komplott und versuchter Mord aus Rache: Prozess gestartet

Mönchengladbach (dpa)

Vor dem Landgericht Mönchengladbach hat ein Prozess unter anderem wegen versuchten Mordes aus Rache begonnen. Die vier Angeklagten - zwei Männer und zwei Frauen - waren laut Anklage an einem Komplott beteiligt. Sie sollen einen 39-Jährigen im Juni 2021 in einen Hinterhalt gelockt und lebensgefährlich verletzt haben.

Von dpa

Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild

Nach Überzeugung der Anklage wollte sich die Ex-Lebensgefährtin des Opfers damit für Misshandlungen und Demütigungen rächen. Die 47-Jährige soll einen ebenfalls angeklagten 33-jährigen Mann für 2000 Euro angeheuert haben. Dieser habe ihrem früheren Partner mit einem Baseballschläger Arme und Beine brechen sollen. Die Idee dazu habe ein 40 Jahre alter Angeklagter gehabt und 500 Euro beigesteuert. Die drei Angeklagten sitzen in Untersuchungshaft. Der 33-jährige Hauptangeklagte muss sich wegen versuchten Mordes verantworten.

Eine 23 Jahre alte Frau soll den Lockvogel gespielt haben und das Opfer einbestellt haben. Dort lauerte laut Anklage um kurz vor drei am Morgen der Auftragsschläger hinter einem Busch, stürzte sich auf den Ahnungslosen und prügelte mit einem Baseballschläger auf ihn ein. Anschließend soll der Angreifer dem Opfer Autoschlüssel, Mobiltelefone und Bargeld abgenommen haben. Der blutüberströmte Mann war zufällig mitten in der Nacht von Passanten entdeckt worden.

Die Ex-Freundin und der 40-Jährige sind wegen Anstiftung zu gefährlicher Körperverletzung und zu besonders schwerem Raub angeklagt. Bei der 23-Jährigen lautet der Vorwurf auf Beihilfe zur Anstiftung zu gefährlicher Körperverletzung. Den Dreien legt die Anklage keinen Tötungsvorsatz zur Last. Mit dem Urteil wird frühestens Mitte März gerechnet.

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