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Eishockey

Krefeld Pinguine bekräftigen Gang vor DEL-Schiedsgericht

Mannheim (dpa) -

Die Krefeld Pinguine haben nach dem sportlichen Abstieg aus der Deutschen Eishockey Liga ihren Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung erneuert. Geschäftsführer Sergej Saweljew bestätigte am Rande der 1:6 (0:1, 1:3, 0:1)-Niederlage am Mittwoch bei den Adler Mannheim, die den letzten Tabellenplatz der Pinguine am Ende der Hauptrunde perfekt machte, vor das DEL-Schiedsgericht ziehen zu wollen. Auch Co-Trainer Boris Blank wütete, nachdem der erste sportliche Abstieg eines DEL-Clubs seit 2006 feststand.

Von dpa

Wolfsburgs Darren Archibald (M) und Krefelds Dominik Tiffels (r) kämpfen um den Puck. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild

«In so einer Corona-Saison darf es keinen Absteiger geben», schimpfte der ehemalige Nationalspieler bei MagentaSport. «Diese Saison war schlimmer als letzte Saison. Letzte Saison wurde der Abstieg abgesagt und die Saison gibt es einen Absteiger.»

Obwohl in dieser Spielzeit etliche Partien coronabedingt ausgefallen waren und teilweise nicht nachgeholt werden konnten, hielt die DEL an der Abstiegsregel in dieser Spielzeit fest. «Wir hatten acht bis zehn Spieler krank oder verletzt. Die Spieler mussten, als sie wieder gesund waren, drei oder vier Spiele in der Woche machen. Das konnten wir nicht kompensieren», klagte Blank weiter.

Auch in dieser Woche war die Belastung enorm. Erst am Dienstag hatten die Pinguine durch das 3:2 nach Verlängerung gegen den direkten Konkurrenten Schwenningen den Abstieg noch herausgezögert. Nur einen Abend später in einem weiteren Nachholspiel in Mannheim habe dann die Kraft für einen Coup gefehlt. «Kein Vorwurf an die Mannschaft. Sie hat alles gegeben», sagte Blank.

Dies sahen einige Spieler indes anders und wiesen auch auf eigene Versäumnisse in dieser Spielzeit hin. «Natürlich ist so etwas anstrengend. Aber das war heute absolut peinlich für uns und spiegelt so ein bisschen die gesamte Saison wieder», sagte Verteidiger Dominik Tiffels. Und Stürmer Alexander Weiß meinte: «Mir tut es für die gesamte Stadt leid, in der der Club so etwas wie eine Religion ist.»

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