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Ukraine-Krieg

Krisen-Folgen: NRW.Bank will Kommunen und Unternehmen helfen

Düsseldorf (dpa/lnw)

Das zentrale Förderinstitut des Landes Nordrhein-Westfalen, die NRW.Bank, stellt sich darauf ein, Kommunen und Unternehmen bei der Bewältigung der Folgen des Ukraine-Krieges unter die Arme zu greifen. Es sei noch nicht abzusehen, wie stark die Wirtschaft im bevölkerungsreichsten Bundesland unter den ökonomischen Folgen des Konflikts leiden werde und wie stark die Kommunen durch die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge gefordert würden, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bank, Eckhard Forst, am Dienstag. Doch könnten die Auswirkungen wie bei der Corona-Krise erheblich sein.

Von dpa

Das Logo der NRW-Bank. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Im vergangenen Jahr vergab die NRW.Bank Fördermittel in Höhe von 12 Milliarden Euro. Es war die zweithöchste Fördersumme in ihrer Geschichte. Gegenüber dem Vorjahr sank das Fördervolumen allerdings um 29 Prozent. Hauptgrund dafür war die sinkende Nachfrage nach Corona-Hilfen. Während die Förderbank 2020 noch 3,9 Milliarden EuroCorona-Hilfen vergeben hatte, waren es 2021 nur noch 905 MillionenEuro. «Die Auswirkungen von Corona lassen langsam nach, und zumindest in puncto Förderung scheint die Krise überwunden», sagte Forst. «Das gibt uns Gelegenheit, wieder stärker in die Zukunft zu blicken.»

Insgesamt unterstützte die NRW.Bank im Förderfeld Wirtschaft Unternehmen und Gründer in Nordrhein-Westfalen mit 4 Milliarden Euro. Im Förderfeld Wohnraum betrug das Neuzusagevolumen 3,6 Milliarden Euro. Im Bereich Infrastruktur/Kommunen lag die Fördersumme bei 4,4 Milliarden Euro.

Wegen der Flutkatastrophe im vergangenen Jahr vergab die NRW.Bank Förderkredite in Höhe von 164 Millionen Euro. «Die vom Unwetter betroffenen Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen erhielten stark zinsvergünstigte Darlehen. Unternehmen konnten zudem von einem Tilgungsnachlass in Höhe von 20 Prozent profitieren», berichtete die Bank. Der Löwenanteil des Geldes - 152 Millionen Euro - ging an die Kommunen.

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