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Kunstwerk Geysir von Monheim: 23 Ausbrüche im ersten Jahr

Monheim (dpa/lnw)

Über den Geysir am Rheinufer von Monheim ist viel geredet worden. Die einen finden das Kunstwerk teuer, die anderen strömen zu dem Spektakel mit der aufschießenden Fontäne. Sie war im ersten Jahr nur 23 Male zu sehen. Den Zeitpunkt bestimmt die Natur.

Von dpa

Ein Geysir des Künstlers Thomas Stricker sprudelt Wasser in die Höhe. Foto: Oliver Berg/dpa

Der vor einem Jahr eingeweihte, umstrittene Geysir von Monheim hat inzwischen 23 Male gesprudelt. Das teilte die Stadt Monheim mit. Das Werk des Künstlers Thomas Stricker steht mitten auf einem Kreisverkehr am Rheinufer der Stadt. Der Geysir spuckt bis zu zwölf Meter hohe Wasserfontänen in die Luft. Über die Installation war im Vorfeld wegen ihres Standorts und der Kosten von mindestens 600.000 Euro viel diskutiert worden. Die «Bild»-Zeitung berichtete.

Der Bund der Steuerzahler NRW hatte das Projekt mehrfach kritisiert. Es sei ein Kunstwerk an falscher Stelle, weil es den Verkehr behindere und eine Ampelanlage erfordere, erklärte der Bund. «Für uns ist unerheblich, wie oft der Geysir ausbricht», sagte eine Sprecherin.

Die Stadt Monheim betonte, der Geysir sei eine Attraktion. Hunderte Menschen seien zu jedem einzelnen der bislang 23 Ausbrüche geströmt, wenn diese nicht gerade in den frühen Morgenstunden stattgefunden hätten. Der Zeitpunkt des Ausbruchs wird durch die Natur bestimmt: Immer wenn 64 Stunden lang die Sonne geschienen hat sowie Windrichtung und Temperatur stimmen, schießt die Fontäne in die Höhe. Vor der Eröffnung war mit zehn bis 20 Ausbrüchen pro Jahr gerechnet worden. Auf der Internet-Seite der Stadt wird die Prognose für den nächsten Termin angezeigt.

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