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Warntag auch in OWL

Probealarm: Warum um 11 Uhr die Sirenen geheult haben

Düsseldorf

Um 11 Uhr sollten an diesem Donnerstag landesweit die  Sirenen heulen  - ein Probealarm. Auch die Städte in Ostwestfalen-Lippe beteiligen sich am NRW-Warntag.

Knapp 5600 Sirenen  sollen an diesem Donnerstag in NRW heulen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Für einen landesweiten Probealarm sollten an diesem Donnerstag (11.00) in Nordrhein-Westfalen fast 5600 Sirenen heulen. Das hat das NRW-Innenministerium in Düsseldorf mitgeteilt.

In Bielefeld waren an diesem Donnerstag zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder Sirenen zu hören

Im vergangenen März war der sogenannte Warntag wegen des Ukraine-Kriegs verschoben worden. Er wurde nun nachgeholt. Auch die Warn-Apps wurden getestet . Der bundesweite Warntag wird in diesem Jahr am 8. Dezember stattfinden.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) löste die Sirenen in Essen auf der Hauptfeuerwache aus. Er nutzte den Auftritt für eine Kritik an der Bundesregierung: Die lasse das Sonderförderprogramm Sirenen in diesem Jahr auslaufen. Diese Entscheidung torpediere die Anstrengungen der letzten Jahre.

Auch über die Warn-App wurde der Probealarm ausgelöst. Foto: Thomas F. Starke

Man könne doch nicht sagen, „dass der Katastrophenschutz für die Zukunft ein Riesenthema ist, und dann nichts machen“, hatte Reul zuvor der Funke-Mediengruppe gesagt. Die Länder und Kommunen bräuchten „unbedingt Unterstützung vom Bund beim Sirenenausbau“. Allein in NRW seien noch Anträge in Höhe von geschätzten zehn Millionen Euro nicht bewilligt worden.

Beim Probealarm gehe es nicht nur um einen Funktionstest der Sirenen, erläuterte der Landesinnenminister in Essen: Zusätzlich solle die Bevölkerung sensibilisiert werden und die Sirenentöne einordnen können. „Unser Ziel ist, dass jeder lernt, wie er sich bei Unglücks- oder Notfällen zu verhalten hat“, sagte Reul. Die europäische Sicherheitsordnung sei erschüttert. „Wir können nicht mit Sicherheit sagen, was in der Zukunft passiert - oder was nicht. Aber wir können uns vorbereiten“, sagte Reul. Das sei keine Hysterie oder Panikmache, sondern eine rationale Notwendigkeit.

Reul: Warntag vor allem wegen Unwetter, Großbränden und Naturkatastrophen

Es gehe beim Warntag aber vor allem um Unwetter, Großbrände und Naturkatastrophen. Die Hochwasserkatastrophe im letzten Sommer habe vor Augen geführt, wie wichtig das Thema Warnung sei.

Beim Probealarm gehe es nicht nur um einen Funktionstest der Sirenen: Die Bevölkerung soll sensibilisiert werden und die Sirenentöne einordnen können. «Unser Ziel ist, dass jeder lernt, wie er sich bei Unglücks- oder Notfällen zu verhalten hat», so Reul.

Unter www.warnung.nrw hat das nordrhein-westfälische Innenministerium ausführliche Informationen zum Thema Warnung und zum landesweiten Warntag bereitgestellt.

So läuft der Probealarm ab

Der einminütige Sirenen-Dauerton zu Beginn bedeutet «Entwarnung» - keine Gefahr.

Dann folgt das Signal zur «Warnung der Bevölkerung», ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton. Im Ernstfall würde das bedeuten: Radio einschalten und auf weitere Informationen achten, Gebäude aufsuchen, Türen und Fenster schließen, Nachbarn informieren.

Nach etwa zehn Minuten endet der Test mit dem einminütigen Dauerton zur Entwarnung. Ergänzend werden die Warn-Apps NINA und KATWARN per Push-Benachrichtigung den Sirenenprobealarm mittels Warnmeldung begleiten.

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