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Landtag erinnert an Opfer des Nationalsozialismus

Düsseldorf (dpa/lnw)

Der 27. Januar ist der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Es ist der Jahrestag der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz 1945. Im NRW-Landtag wird eine Zeitzeugin reden.

Von dpa

Zum Holocaust-Gedenktag erinnern der nordrhein-westfälische Landtag und die Landesregierung am Donnerstag (10.00 Uhr) an die Opfer des Nationalsozialismus. In der Gedenkstunde im Landtag in Düsseldorf tritt die Zeitzeugin Tamar Dreifuss auf. Sie wurde 1943 aus dem Ghetto Wilna in das Durchgangslager Tauroggen gebracht und konnte dort mit ihrer Mutter fliehen.

Der 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 ein Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Er ist der Jahrestag der Befreiung der Überlebenden des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz 1945 durch Soldaten der Roten Armee.

Auch Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und Landtagspräsident André Kuper halten Ansprachen. Für die jüdischen Verbände in Nordrhein-Westfalen spricht Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Der Rabbiner Aaron Malinsky von der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf wird ein Klagelied für die Opfer der Schoah vortragen.

In einem gemeinsamen Antrag für die anschließende Plenarsitzung äußern sich CDU, FDP, SPD und Grüne besorgt über die Zunahme antisemitischer Straftaten in Deutschland. Die Fraktionen fordern, dass die Erinnerung an den Holocaust aufrechterhalten und die Arbeit der Gedenkstätten, Erinnerungsorte und Museen unterstützt werden müsse. In der politischen Bildung müsse weiterhin ein Schwerpunkt auf die Zeit des Nationalsozialismus gelegt werden, um gerade auch jüngeren Generationen einen zeitgemäßen Zugang zu der Thematik zu vermitteln.

Der 27. Januar als Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus solle «in geeigneter Form» aufgewertet werden.

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