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Laschet warnt vor Herbeireden von Krisenszenarien der CDU

Bielefeld (dpa)

Der CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet hat seine Partei davor gewarnt, nach der Niederlage der Union bei der Bundestagswahl Krisenszenarien herbeizureden. Von der «größten Krise der CDU seit 1945» zu reden, inspiriere «überhaupt keinen Wähler, wieder die CDU zu wählen», sagte Laschet am Samstag beim Landesparteitag der NRW-CDU in Bielefeld. Solche Aussagen seien «völliger Unsinn». Vielmehr sei die CDU-Parteispendenaffäre im Jahr 2000 im Zweifel eine größere Krise für die Partei gewesen. «Tassen im Schrank lassen, realistisch an die Dinge herangehen», sagte Laschet.

Von dpa

Armin Laschet, Ministerpräsident und Landesparteivorsitzender, spricht auf dem Landesparteitag. Foto: Bernd Thissen/dpa

Zuvor hatte Bundesgesundheitsminister und CDU-Bundesvize Jens Spahn im «Interview der Woche» des Deutschlandfunks gesagt, die CDU sei in der größten Krise ihrer Geschichte. Auch Spahn nahm als Delegierter am Parteitag der NRW-CDU teil. Die CDU hatte bei der Bundestagswahl Ende September eine historische Niederlage einstecken müssen.

Die NRW-CDU wollte in Bielefeld auf Vorschlag Laschets Landesverkehrsminister Hendrik Wüst (46) zum neuen Landesparteichef wählen. Der personelle Wechsel wird notwendig, nachdem Laschet, der als Kanzlerkandidat der Union angetreten war, sich schon vor der Bundestagswahl festgelegt hatte, auch im Falle eines Scheiterns nicht in seinen Ämtern in NRW zu bleiben. Wüst soll voraussichtlich am kommenden Mittwoch im Landtag auch als neuer Ministerpräsident gewählt werden.

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