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Laumann: Impf-Booster über Hausärzte und Kommunalzentren

Düsseldorf (dpa/lnw)

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) ist überzeugt, dass die anstehenden Auffrischungsimpfungen im Land über Hausärzte und mit zusätzlichen kommunalen Impfzentren zügig zu bewältigen sind. «Ich bin, was Nordrhein-Westfalen angeht, (...) sehr optimistisch, dass wir das in einem guten Tempo hinkriegen», sagte Laumann am Mittwoch im WDR.

Von dpa

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Foto: Fabian Strauch/dpa/Archivbild

Eine Reaktivierung der kreisweiten Impfzentren lehnt NRW ab. Impfzentren für Kreise, die - etwa beim Kreis Steinfurt - so groß seien wie das Saarland, würden nicht mehr benötigt, betonte Laumann. Sie seien zu groß und zu teuer. Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte ein Wiederhochfahren der Impfzentren gefordert, was NRW schon am Montag zurückgewiesen hatte.

Die Strukturen mit großen Impfzentren habe das Land 2020 auch deshalb aufgebaut, weil der Biontech-Impfstoff als sehr schwer lagerbar galt, sagte Laumann. «Heute liegt Biontech-Impfstoff in jeder Arztpraxis im Kühlschrank.»

Die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten laufe sehr gut. «Wenn es Engpässe beim Impfen gibt, dann machen wir kleine Impfzentren in den Dörfern, in den Stadtteilen, in den Turnhallen, in Pfarrsälen.»

Konzepte für kommunale Impfzentren lägen bei Kreisen und kreisfreien Städten in der Schublade und sollten nun vor Ort aktiviert werden, hatte das Ministerium bereits am Vortag erklärt.

Landesweit gehe es um über vier Millionen Menschen über 70 oder mit Vorerkrankungen, die bevorzugt erneut geimpft werden müssten. «Wir brauchen jetzt bei diesen Auffrischungsimpfungen ein bisschen mehr Tempo», sagte der Minister in dem WDR-Interview.

Video in Kooperation mit dem WDR:

Die kreisweiten Impfzentren hätten in NRW jede Woche 91 Millionen Euro gekostet. Das Impfen in Impfzentren sei damit ein Vielfaches teurer gewesen als in den Arztpraxen, sagte der Minister.

Die Auffrischungsimpfung solle in NRW entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission Stiko zunächst den über 70-Jährigen, den Vorerkrankten und den rund 700.000 Menschen angeboten werden, die mit dem Impfstoff von Johnson und Johnson geimpft worden sind.

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