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Laumann: «Wollen den Karneval nicht verbieten»

Düsseldorf (dpa/lnw)

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hält Karnevalsfeiern angesichts der Corona-Impfungen bei dem Großteil der Erwachsenen und 2G-Veranstaltungen in den rheinischen Hochburgen für verantwortbar. «Wir wollen den Karneval nicht verbieten», sagte Laumann am Freitag in Düsseldorf. Mit Hygienekonzepten und auch mit 2G-Regelungen könne der Karneval in eine verantwortungsvolle Bahn gelenkt werden. «Also ich glaube einfach, dass du einem Kölner diese Karnevalsgeschichte nicht austreiben kannst», erklärte Laumann.

Von dpa

Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Es sei besser, den Karneval mit Hygienekonzepten draußen auf Plätzen und auch mit 2G-Regelungen in Innenstadt-Kneipen stattfinden zu lassen als das Geschehen dem Zufall zu überlassen. Es könnte sich bei einem Verbot in Privaträume verlagern. In dieser Frage stimme er mit Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (Parteilos) überein. Der Minister verwies auf positive Erfahrungen in den Fußball-Stadien oder mit der Allerheiligenkirmes in Soest, die sich trotz vieler Menschen nicht als Treiber des Infektionsgeschehens erwiesen hätten.

Laumann lobte die Konzepte und das Vorgehen in den Hochburgen: «Wenn man jetzt mal die Bilder von Köln sieht gestern oder auch hier von Düsseldorf, dann ist natürlich die 2G-Regelung vernünftig gewesen.» Möglicherweise werde es in Köln auch den einen oder anderen Punkt gegeben haben, wo man die Kontrolle nicht ganz gehabt habe. «Aber alles in allem haben die das gut gemacht», sagte Laumann. In NRW seien 85 Prozent der Menschen über 18 Jahre gegen Corona geimpft. Deshalb gehe es auch darum, Freiheiten zurückzugeben.

Nachdem unter anderem in Köln Zehntausende Menschen auf den Straßen und in Kneipen den 11.11. gefeiert hatten, war eine Debatte über den Sessionsauftakt in der ansteigenden vierten Corona-Welle aufgekommen.

Laumann betonte, dass die Landesregierung die Entwicklung sehr wachsam verfolge. In NRW liege die Inzidenz deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. In der Frage einer generellen 2G-Regelung (Geimpfte und Genesene) im Freizeitbereich gebe es derzeit einen Klärungsprozess innerhalb der CDU/FDP-Landesregierung. Denn das würde auch bedeuten, dass nicht geimpfte Menschen zu einem gewissen Teil vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen würden. Er halte eine 2G-Regelung für vernünftig und hoffe auf eine bundesweite Einigung.

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