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Lichtkunst-Zentrum Unna feiert 20-jähriges Bestehen

Unna (dpa/lnw)

Dieses Museum setzt ausschließlich auf Lichtkunst: In sonst dunklen früheren Brauerei-Kellern von Unna kommt die besondere Sammlung leuchtend zur Geltung. Zum 20. Geburtstag des Zentrums für Internationale Lichtkunst startet eine neue Schau.

Von dpa

Begehbare Lichträume tief unter der Erde, schwebende Neonröhren, im Stroboskoplicht glitzernde Wasserperlen: Das Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna feiert an diesem Wochenende 20-jähriges Bestehen. Die nach eigenen Angaben weltweit einzige Museumssammlung ausschließlich für Lichtkunst wurde 2001 gegründet und zog wenig später in die ehemalige Lindenbrauerei in Unna ein. Auf einer Fläche von insgesamt 3000 Quadratmetern - überwiegend in unterirdischen labyrinthischen Gängen, Kühlräumen und Gärbecken des ehemaligen Brauereigeländes - können Besucher in eine faszinierende Dauerausstellung mit eigens für die Räume geschaffenen Lichtkunstwerken renommierter Künstler wie James Turrell, Olafur Eliasson, Mario Merz oder Christian Boltanski eintauchen. Regelmäßig werden die Sammlungsstücke durch Wechselausstellungen ergänzt.

Zum Jubiläum haben drei raumgreifende Lichtkunst-Installationen Einzug erhalten, die jeweils darauf setzen, den Raum grundlegend zu verwandeln, wie die Museumsmacher am Freitag ankündigten. Die US-amerikanische Künstlerin Adela Andea lässt grell bunte Leuchtkörper über die alten Steinwände mäandern. Der Franzose Olivier Ratsi konfrontiert den Besucher mit präzise hintereinander positionierten LED-Rahmen, die mit einem fließenden Farbwechsel in den Bann ziehen und räumliche Perspektiven verschieben.

Die audiovisuelle Gemeinschaftsarbeit der vier Künstler Wolf Bittner, Lyndsey Housden, Yoko Seyama und Jeroen Uyttendaele hatte bereits vor zehn Jahren als Teil der damaligen Jubiläumsausstellung Begeisterung ausgelöst und sollte daher nochmal wiederkehren, berichtete der Direktor des Zentrums John Jasper. «Plane Scape» ist ein begehbarer Wald aus tausenden weißen Gummibändern, auf die Bilder einer sich bewegenden Lichtlandschaft projiziert werden. Die Schau «Faszination Licht» ist bis zum 24. April 2022 zu sehen.

Für das Jubiläumswochenende ab diesem Freitag gibt es zusätzliches Programm: Neben einer Nacht der Lichtkunst am Samstag soll das Museum auch außerhalb der Ausstellungskeller sichtbar werden: Zehn niederländische Künstlerinnen und Künstler haben aus weißem Licht zehn minimalistische Leuchtobjekte an überraschenden Orten im Stadtgebiet geschaffen, die man bei einem abendlichen Spaziergang erkunden kann. Der Lichtparcours «Dutch (De)Light» wird am Freitag, Samstag und Sonntag jeweils ab 19 Uhr begehbar sein.

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