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Flucht

Mehr Plätze für Ukraine-Geflüchtete: Kommunen in Sorge

Düsseldorf (dpa/lnw)

In den nordrhein-westfälischen Landesunterkünften soll die Zahl der Plätze für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine fast verdoppelt werden. In einem ersten Schritt würden weitere 3850 Plätze geschaffen, teilte das NRW-Flüchtlingsministerium am Donnerstag in Düsseldorf mit. Bislang gibt es 4040 Plätze in diesen Unterkünften.

Von dpa

Wie die «Westdeutsche Allgemeine Zeitung» (WAZ) berichtete, halten viele Städte und Gemeinden in NRW diese Ausbaupläne jedoch für unzureichend. Die Kommunen hätten nicht nur Schwierigkeiten, Zugewanderte unterzubringen, vielfach gelinge es ihnen auch nicht, zügig Plätze in Schulen und Kitas zu organisieren.

Eine weitere Herausforderung sei es, alle unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, die nach NRW kommen, zunächst in Bochum unterzubringen, sagte Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) der WAZ. Sämtliche Kapazitäten und selbst zusätzlich genutzte Turnhallen seien erschöpft.

In der vergangenen Woche hatte das NRW-Flüchtlingsministerium bilanziert, in NRW gebe es - abgesehen von Kapazitätsspitzen in einzelnen Kommunen - noch keine flächendeckende Überlastung. Bislang seien rund 215.000 Menschen aus der Ukraine in NRW registriert.

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