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Messe «Intermodellbau»: Pandemie als «Modellbau-Zeit»

Dortmund (dpa)

Die Pandemie hat dem Hobby Modellbau nach Angaben der Branche einen Auftrieb gegeben. «Corona-Zeit ist Modellbau-Zeit», sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands des Spielwaren-Einzelhandels (BVS), Steffen Kahnt, am Dienstag in Dortmund. Da die Menschen mehr Zuhause waren, boome diese Freizeitbeschäftigung. Vergessene Eisenbahn-Schätze vom Dachboden oder im Keller seien wiederentdeckt, flott gemacht und mit Zukäufen ergänzt worden. Das habe sich auch beim Umsatz bemerkbar gemacht.

Von dpa

In Dortmund beginnt am Mittwoch die «Intermodellbau» als weltgrößte Messe für Modellbau und Modellsport - mit vielen Neuheiten und ausgefeilter Technik. Das Modellbauen verbinde Generationen. Einen Zuwachs gab es laut BVS beim Absatz topmoderner Züge. Viele Kinder wollten unbedingt die modernsten Bahnen auf der Platte sehen, also etwa neueste ICE steuern. Die Branche sei «hochinnovativ», betonte Kahnt: So gebe es inzwischen Loks, deren Dampf-Menge automatisch angepasst werden könne und deren Sound noch realer sei.

Den Umsatz nur für die Modelleisenbahnen für 2020 schätzt der BVS auf rund 150 Millionen Euro, was ein Plus im einstelligen Bereich bedeute, allerdings nicht ganz exakt beziffert werden könne. Ein 13-Prozent-Wachstum verzeichne das Segment fernsteuerbares Spielzeug - wie Rennautos oder Helikopter - mit mindestens 58 Millionen Euro, so Kahnt. 

Die Dortmunder Messe erwartet 325 Aussteller aus 13 Ländern zu der viertägigen Schau, die im letzten Jahr wegen der Pandemie ausgefallen war. Den Besuchern werden vier Tage lang Modelle zu Land, Wasser, auf Schienen und in der Luft präsentiert. Alleine gut 30 Modellbahn-Schauanlagen werden zu sehen sein, darunter viele Deutschland-Premieren. Zu den Besucherzahlen könne man angesichts der Pandemie noch keine Prognosen abgeben. 

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