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Ministerium: Wölfe töten trotz Ponyrissen keine Option

Düsseldorf (dpa/lnw)

Trotz mehrerer Angriffe von Wölfen auf Ponys am Niederrhein lehnt das Landesumweltministerium eine Tötung der Rudeltiere weiter ab. Ein vom Ministerium kurzfristig zu der umstrittenen Frage in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten geht davon aus, dass es zumutbare Alternativen zur Tötung der Wölfe gebe. «Damit wäre eine Entnahme von Wölfen im Wolfsgebiet Schermbeck auch aktuell weiterhin nicht rechtssicher möglich», teilte das Ministerium am Dienstag kurz vor einer geplanten Landtagsanhörung zum Thema mit.

Von dpa

Ein Wolf liegt auf dem Boden. Foto: Bernd Weißbrod/dpa/Symbolbild

So könnten die Herdenschutzmaßnahmen erhöht werden, etwa durch wolfsabweisende Zäune, indem die Tiere nachts im Stall untergebracht oder Herdenschutzhunde eingesetzt würden. In Zukunft sollen auch die Halter von Kleinpferden, Fohlen und Jungpferden finanziell unterstützt werden, wenn sie Schutzmaßnahmen für ihre Weidetiere nachrüsten wollen - ähnlich wie es etwa für Schäfer schon der Fall sei. Die Details würden derzeit ausgearbeitet, so das Ministerium weiter.

Genetische Proben konnten laut Umweltministerium inzwischen nachweisen, dass für vier Attacken im Wolfsgebiet Schermbeck im Oktober jeweils Wölfe verantwortlich waren. Drei Attacken endeten für die Kleinpferde tödlich, ein weiteres sei am Hinterlauf verletzt worden. Während zwei Fälle keinem bestimmtem Wolfsindividuum zugeschrieben werden können, sei für die anderen beiden erstmals ein bekannter männlicher Wolf nachgewiesen worden. Proben zweier weiterer Risse würden noch analysiert.

Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) zeigte Verständnis für die «emotionale Belastung» der Tierhalter. Übergeordnetes Ziel bleibe es, «nach der Rückkehr des Wolfs in seine ursprünglichen Verbreitungsgebiete, die Erfordernisse des Naturschutzes und des Herdenschutzes in Einklang zu bringen und das Leben mit dem Wolf so angst- und konfliktfrei wie möglich zu gestalten.»

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