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Coesfeld

Mit Drohnen geortet: Rettungsaktion für junge Greifvögel

Coesfeld (dpa/lnw)

Mit vereinten Kräften haben Naturschützer, Landwirte und Jäger im Kreis Coesfeld mehrere Bodennester mit Rohrweihen vor dem Mähdrescher geschützt. Die seltenen Greifvögel brüteten an drei Standorten in Getreidefeldern, wie der Kreis Coesfeld am Montag mitteilte. Mit Hilfe von Drohnen wurden die Nester mit je zwei bis fünf Jungvögeln lokalisiert. Um jeden dieser Standorte wurden etwa 2500 Quadratmeter Feldfläche markiert und von der Ernte ausgenommen. «Der Ernteausfall der Landwirte wird vom Kreis Coesfeld finanziell ausgeglichen», teilte der Kreis mit.

Von dpa

Seltene Rohrweihen sitzen in ihrem Nest in einem Getreidefeld im Kreis Coesfeld im Münsterland. Foto: Klaus Dahms/Kreis Coesfeld/dpa

An der Rettungsaktion beteiligt waren der Kreis Coesfeld, Landwirte, der Naturschutzbund Nabu und die örtliche Jägerschaft. Rohrweihen bewohnen normalerweise Schilfgebiete, Moore und Seeufer. Da diese Lebensräume immer seltener werden, weichen die Greifvögel notgedrungen auch auf Getreidefelder aus, wie der im Münsterland gelegene Kreis Coesfeld mitteilte.

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