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Museum Küppersmühle erweitert Ausstellungsfläche deutlich

Duisburg (dpa/lnw)

Neuer Raum für moderne Kunst: Mit einem großzügigen Erweiterungsbau hat das Museum Küppersmühle (MKM) in Duisburg seine Ausstellungsfläche deutlich erhöht. Er schließt an das bereits bestehende Gebäude an. Die Ausstellungsfläche des MKM vergrößert sich dadurch um 2500 Quadratmeter auf insgesamt 6100 Quadratmeter. Zum Vergleich: Das Museum Folkwang in Essen hat rund 6200 Quadratmeter Ausstellungsfläche.

Von dpa

Jacques Herzog, Architekt des neuen Erweiterungsbaus des Museums Küppersmühle. Foto: Bernd Thissen/dpa

Die Küppersmühle ist ein ehemaliger Getreidespeicher aus dem 19. Jahrhundert mit denkmalgeschützter Backsteinfassade. Herzstück des Museums ist die Sammlung der Wella-Erben Ströher, die insgesamt mehr als 2000 Werke umfasst. Ausgestellt werden zunächst mehr als 300 Werke deutscher und europäischer Nachkriegskunst, wie das Museum am Donnerstag mitteilte. Ab Samstag ist der Neubau für die Öffentlichkeit zugänglich.

Der Bau der Erweiterung dauerte rund vier Jahre. Entworfen wurde er vom Architekturbüro Herzog & de Meuron. Die private MKM-Stiftung des Ehepaars Ströher finanzierte den Bau. Das Museum machte keine Angaben zu den Baukosten. Der Neubau enthält unter anderem 36 Sammlungsräume sowie ein spektakuläres Treppenhaus. Historische Silos wurden in den Bau integriert. Auf den Silos wurde eine Aussichtsplattform installiert.

«Die Sammlung vermittelt ein wesentliches Stück deutscher Kunstgeschichte der Nachkriegszeit», sagte MKM-Direktor Walter Smerling laut der Mitteilung. Das Herz seien die informellen und abstrakten Maler der deutschen Nachkriegskunst wie Willi Baumeister, K.O. Götz oder Emil Schumacher sowie ihre europäischen Kollegen Emilio Vedova, Maria Helena Vieira Da Silva oder Wols. Auch die Nachfolgegeneration mit Künstlern wie Anselm Kiefer, Georg Baselitz oder Gerhard Richter sei mit zentralen Werken vertreten.

Ursprünglich war bereits 2009 mit dem Bau einer Erweiterung begonnen worden. Geplant war ein spektakulärer Quader auf den Silos der ehemaligen Getreidemühle. Wegen Pfusch bei Schweißarbeiten wurde das Projekt jedoch zum Millionengrab. Mitte 2011 wurde es gestoppt.

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