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Nach Windrad-Zusammenbruch Reste abgerissen: Ursachensuche

Haltern am See (dpa)

Knapp eine Woche nach dem ungeklärten Zusammenbruch eines 239-Meter-Windrades in Haltern am Rand des Ruhrgebiets ist am Dienstag der verbleibende Rest der Anlage abgerissen worden. Ein großer Kran sei eingesetzt worden, um mit einer schweren Schaufel den etwa 40 Meter hohen Stumpf des Windrades zum Einsturz zu bringen, sagte ein Sprecher der Stadtwerke Haltern. Das habe ohne Probleme geklappt. Nun könne die Blackbox der Anlage aus den Trümmern des Turms geborgen werden, um die Unglücksursache zu erforschen. Bisher sei das wegen der Einsturzgefahr nicht möglich gewesen.

Von dpa

Feuerwehrleute und Polizisten stehen von den Resten des Turms einer Windenergieanlage im Wald. Foto: Guido Bludau/Foto Bludau/dpa

Die Suche nach der Ursachen werde voraussichtlich noch Wochen dauern, sagte der Sprecher. Das rund fünf Millionen Euro teure Windrad war zusammen mit einem baugleichen Rad in der Nähe erst Mitte März in Betrieb genommen worden. Vergangenen Mittwochabend (29.9.) war es zusammengebrochen. Die Windkraftanlage hatte eine Nabenhöhe von 164 Metern, die Rotorblätter erreichten eine Höhe von bis zu 239 Metern. Die rund 450 Meter entfernte Zwillingsanlage war nach dem Einsturz aus Sicherheitsgründen außer Betrieb gesetzt worden und ist weiterhin nicht am Netz.

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