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Mord

Nachts auf dem Heimweg erstochen: Täter muss in Psychiatrie

Dortmund (dpa/lnw)

Auf dem Heimweg von einer Disco trifft eine junge Frau aus Hamm nachts ihren Mörder. Jetzt hat das Dortmunder Schwurgericht das Urteil gesprochen.

Von dpa

Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Neun Monate nach dem gewaltsamen Tod einer 25-jährigen Frau in einem Park neben dem Oberlandesgericht Hamm hat das Dortmunder Schwurgericht das Urteil gesprochen. Der 28 Jahre alte Angeklagte wurde am Mittwoch wegen Mordes zu 13 Jahren Haft verurteilt. Gleichzeitig ordneten die Richter aber auch die zeitlich unbefristete Unterbringung des Mannes in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik an. Diese wird zunächst vollzogen und kann theoretisch auch deutlich länger dauern als 13 Jahre.

Die Richter sind davon überzeugt, dass der Angeklagte die junge Frau tötete, um sich sexuell zu befriedigen. Beide hatten den Abend zuvor unabhängig voneinander in einer Disco in der Hammer Innenstadt verbracht. Ob der 28-Jährige der Frau dann auf dem Heimweg gezielt folgte oder ob er sie eher zufällig traf, ließen die Richter offen. Klar sei jedoch, dass er ein sexuelles Motiv hatte, als er mit dem Messer auf die 25-Jährige einstach. «Warum sonst hätte er die Leiche dann auch noch am Unterkörper entkleiden sollen», hieß es in der Urteilsbegründung.

Der Angeklagte ist bereits wegen Sexualdelikten vorbestraft. Laut einer psychiatrischen Sachverständigen leidet er an einer Borderline-Persönlichkeitsstörung und einem gestörten Sexualtrieb. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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