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Lieferschwierigkeiten

Neue Regierung kann sich keine neuen Dienstwagen aussuchen

Düsseldorf (dpa/lnw)

Den Mitgliedern der neuen Landesregierung geht es wie jedem anderen Menschen: Neuwagen sind gerade schwer zu bekommen. Unter anderem mangelt es an Kabelbäumen - die sonst aus der Ukraine kamen. Ökologisch umrüsten lässt sich der Fuhrpark daher erst mal nicht.

Von dpa

NRW-Innenminister Herbert Reul steigt vor einer Kabinettssitzung aus seinem Auto. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archibvild

Die Minister der neuen Landesregierung können sich keine neuen Dienstwagen aussuchen. Die Autos wurden bereits vor der Wahl bestellt - wegen der aktuellen Lieferschwierigkeiten. Das geht aus der Antwort der Landesregierung aus einer Kleinen Anfrage der SPD im Landtag hervor.

Wie für jeden «normalen» Interessenten an einem neuen Auto würde die Beschaffung laut Staatskanzlei 11 bis 18 Monate dauern - «aufgrund der weltweiten Chip- und Lieferkettenproblematik.» Daher habe man etliche Leasing-Fahrzeuge bereits in der vergangenen Legislaturperiode geordert. Damit die Minister überhaupt Autos haben.

Damit kann Schwarz-Grün jetzt aber zum Beispiel nicht noch mehr Hybrid-Fahrzeuge bestellen: «Wechsel bei Herstellern, Antrieben oder Motorisierungen können daher nicht kurzfristig erfolgen», heißt es in der Antwort der Staatskanzlei auf die SPD-Anfrage. Damit fahren die Minister vor allem Diesel-Autos von Mercedes Benz oder BMW. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) hat nach Angaben ihres Hauses den Audi-Hybrid ihres Vorgängers Andreas Pinkwart (FDP) übernommen.

«Die neue Landesregierung hat sich hehre Ziele in der Klimaneutralität gesetzt. Ihr aktueller Fuhrpark spricht da leider eine andere Sprache», so der SPD-Abgeordnete Justus Moor: «Auch wenn es aktuell zu starken Lieferschwierigkeiten kommt, sollte die Landesregierung einen Wechsel hier schnellstmöglich in Angriff nehmen.»

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