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Keine Schulschließungen trotz steigender Corona-Zahlen - Maßnahmen in Kitas nicht geplant

NRW-Schulen: Maskenfreiheit auf Prüfstand

Düsseldorf

Trotz der auch in Nordrhein-Westfalen stark ansteigenden Corona-Zahlen will die Landesregierung weder Schulen schließen noch die Anwesenheitspflicht aussetzen. Auch eine Verlängerung der Weihnachtsferien sei nicht geplant, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag in Düsseldorf. Auf dem Prüfstand steht aber die umstrittene Maskenfreiheit im Klassenraum.

Von dpa

Die Maskenfreiheit auf den Sitzplätzen im Klassenraum in Nordrhein-Westfalen steht auf dem Prüfstand. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Das Kabinett werde am Dienstag nach Auswertung neuer Infektionszahlen in den Schulen über weitere Präventionsmaßnahmen beraten, sagte Gebauer. «Dazu würde eine Maskenpflicht gehören.»

Das Infektionsgeschehen nehme auch in NRW «spürbar» zu, sagte Gebauer. Das registriere das Ministerium auch bei den wöchentlichen Erhebungen in den Schulen. «Ich habe mich immer sehr stark für den Präsenzunterricht eingesetzt», sagte Gebauer. «Ich bin auch der Meinung, dass wir die Präsenzpflicht dringend brauchen, damit die Kinder in die Schulen kommen, auf die wir ein besonderes Auge werfen müssen.»

Die Maskenpflicht im Unterricht war in NRW Anfang November ausgesetzt worden. Schülerinnen und Schüler müssen aber weiterhin den Mund-Nasen-Schutz im übrigen Gebäude tragen und wenn sie ihren festen Sitzplatz verlassen.

Für den Außenbereich von Schulen war die Maskenpflicht schon vor längerer Zeit abgeschafft worden.

Keine zusätzlichen Schutzmaßnahmen in Kitas

In den Kitas seien derzeit keine zusätzlichen Corona-Schutzmaßnahmen wie Gruppentrennungen oder die Reduzierung der Betreuungszeiten geplant, sagte FDP-Familienminister Joachim Stamp. Die Wissenschaft warne aber vor Virus-Mutationen aus Südafrika.

«Insofern wäre es fahrlässig, irgendetwas für die Zukunft auszuschließen.» Er werde mit Ministerin Gebauer aber darauf achten, «dass die Kinder die Letzten sind, die jetzt in Mitleidenschaft gezogen werden», sagte Stamp, der auch stellvertretender Ministerpräsident ist. «Wir werden die Bildungsrechte verteidigen.»

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