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NRW soll fünfte Spielbank bekommen

Düsseldorf/Monheim (dpa/lnw)

Wenige Wochen nach dem Kauf der vier bislang landeseigenen Casinos in Nordrhein-Westfalen will die Gauselmann-Gruppe eine fünfte Spielbank eröffnen - in Monheim. Dass die Wahl damit ausgerechnet auf die Stadt fällt, die als «Steuerparadies» für Unternehmen gilt, ruft die SPD auf den Plan. Der Bürgermeister freut sich unterdessen über die Spielbankabgabe in Millionenhöhe.

Von dpa

Zum Geschäft von Gauselmann mit dem Land gehört auch die Lizenz für zwei weitere Spielbank-Standorte in NRW. «Einer davon soll nun in Monheim am Rhein eröffnet werden», teilte die Gauselmann-Gruppe am Dienstag mit. Die Stadt sei wegen ihrer Erreichbarkeit gewählt worden, so das Unternehmen. Der Standort liege «im Schnittpunkt der Verkehrswege zwischen den großen Ballungsgebieten», so Dieter Kuhlmann, Vorstand Spielbetriebe.

Laut Mitteilung der Stadt Monheim muss eine Spielbankabgabe an die Standortgemeinde entrichtet werden: «Wir erwarten über diese Abgabe circa 4,5 Millionen Euro pro Jahr», erklärte Monheims Bürgermeister Daniel Zimmermann (Peto) am Dienstag. «Da die Abgabe nicht umlagepflichtig ist, geht sie im Gegensatz zur Gewerbesteuer nicht in die Kreisumlage oder andere Umlagen ein. Die Spielbankabgabe bleibt zu 100 Prozent in der Monheimer Stadtkasse.»

Die SPD im Düsseldorfer Landtag, die sich gegen den Verkauf der Casinos ausgesprochen hatte, kritisierte die Gauselmann-Entscheidung: Die Gauselmann-Gruppe habe mit Monheim eine Stadt ausgesucht, die Steuerdumping betreibt, sagte der Abgeordnete Stefan Ziemkeit.

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