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Polizei stoppt vermutlich psychisch kranke Frau

Lünen (dpa/lnw)

Mit einem Elektroschock-Gerät hat die Polizei in einem Supermarkt in Lünen eine mutmaßlich psychisch kranke Frau gestoppt. Die 50 Jahre alte Düsseldorferin hatte am Mittwochabend den Markt betreten und gezielt nach einer Angestellten gesucht. Im anschließenden Gespräch mit der Mitarbeiterin forderte sie die Schließung des Supermarkts. Währenddessen habe sie ein Messer gezückt, berichtete die Polizei Dortmund am Donnerstag.

Von dpa

Umgehend wurde veranlasst, dass alle Kunden sofort den Laden verlassen. Als die Polizei eintraf, stand die Frau im Kassenbereich und hielt das Messer immer noch in der Hand. Die Beamten setzten daraufhin das Elektroschock-Gerät ein und nahmen sie fest. Anschließend wurde sie ärztlich versorgt.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Frau psychisch erkrankt ist. Am Donnerstag wurde sie in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Hinweise auf einen Zusammenhang mit der tödlichen Attacke auf einen Tankstellen-Angestellten in Idar-Oberstein gebe es nicht, sagte eine Polizeisprecherin. Die Frau habe eine medizinische Maske getragen.

Die seit Jahresbeginn von vier NRW-Polizeibehörden getesteten Elektroschock-Geräte schießen zwei Pfeilelektroden in den Körper des Angreifers. An daran befestigten Kabeln geben die sogenannten Distanzelektroimpulsgeräte (DEIG) anschließend Stromimpulse ab, die auf das Nervensystem wirken und eine kurzzeitige Lähmung verursachen. Die Polizisten können den Verdächtigen dann überwältigen, «ohne weitere Gewalt anwenden zu müssen», wie das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) erklärt. Die Impulsgeräte werden von der Polizei in Dortmund, Gelsenkirchen, Düsseldorf und im Rhein-Erft-Kreis getestet. Erste Ergebnisse werden im Frühjahr 2022 erwartet.

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