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Polizist nach Schüssen auf Verdächtigen vor Gericht

Köln (dpa/lnw)

Ein mutmaßlicher Räuber flüchtet in Köln vor der Polizei. Als er wenig später in einem Getränkemarkt aufgespürt wird, treffen ihn mehrere Schüsse. Nun kommt es zum Prozess - gegen einen Polizisten.

Von dpa

Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Nach Schüssen auf einen flüchtigen Verdächtigen muss sich von heute an ein Polizist vor dem Kölner Landgericht verantworten. Die Anklage legt ihm gefährliche Körperverletzung im Amt zur Last. Der Polizist soll in einem Getränkemarkt fünf Schüsse auf einen wegen Raubes gesuchten mutmaßlichen Straftäter abgefeuert haben. Dieser war den Angaben zufolge zuvor vor seiner Festnahme geflohen. Drei Schüsse trafen den Flüchtigen und verletzten ihn lebensbedrohlich. Die Kugeln schlugen in Rücken und Oberschenkel ein.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Fahnder ohne ausreichenden Grund Gebrauch von seiner Schusswaffe gemacht hat. Hintergrund des Haftbefehls gegen das spätere Opfer soll ein mutmaßlicher Überfall auf einen Drogendealer gewesen sein. Für den Prozess sind acht Verhandlungstage terminiert.

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