1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. NRW
  4. >
  5. Protest mit Menschenkette für raschen Kohle-Ausstieg

  6. >

Protest mit Menschenkette für raschen Kohle-Ausstieg

Erkelenz (dpa/lnw)

Der Kohleausstieg ist beschlossene Sache, doch im Detail ist manches noch offen. Ob fünf Dörfer am Tagebau Garzweiler den Abbau überleben, steht noch nicht fest. Mit einer Menschenkette treten dort Klimaschützer für ein schnelles Ende der Kohleförderung ein.

Von dpa

Bereits in der Vergangenheit protestierten Umwelt- und Klimaschutzinitiativen mit Menschenketten für einen schnellen Kohleausstieg. Foto: picture alliance / David Young/dpa/Archiv

Mit einer Menschenkette am Braunkohletagebau Garzweiler wollen Umwelt- und Klimaschützer am Samstag (12.00) einen schnellen Ausstieg aus der Kohleförderung fordern. Auf vier Kilometern Länge wollen die Demonstranten die Dörfer Lützerath und Keyenberg am Rande des Braunkohletagebaus verbinden. Erwartet werden 3000 Teilnehmer. Zu der Aktion aufgerufen hat ein Bündnis von regionalen und bundesweiten Initiativen - etwa der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, Greenpeace, Klima-Allianz und Naturfreunde.

Nach der Leitentscheidung der NRW-Landesregierung soll der Kohleabbau im Rheinischen Revier bis spätestens 2038 beendet sein. Garzweiler soll von den drei Tagebauen im Rheinischen Revier am längsten betrieben werden. Ob die Dörfer Keyenberg, Kuckum, Ober- und Unterwestrich und Berverath noch dafür weichen müssen, soll bis Ende 2026 entschieden werden. Der Aachener Bischof Helmut Dieser hatte kürzlich einen früheren Entschluss für den Erhalt der Dörfer im rheinischen Braunkohlerevier verlangt. Zugleich forderte der Bischof einen schnelleren Ausstieg aus der Kohleverstromung.

Startseite