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Oberhausen

Schlag gegen Banden: Viele Wohnungseinbrüche aufgeklärt

Oberhausen (dpa/lnw)

Die Polizei hat eine Vielzahl von Wohnungseinbrüchen in Oberhausen und Umgebung aufgeklärt. Damit sei ein wichtiger Schlag gegen zwei hochprofessionell organisierte Einbrecherbanden gelungen, teilten die Staatsanwaltschaft Duisburg und die Polizei in Oberhausen am Dienstag mit. Insgesamt seien sechs Männer im Alter von 19 bis 49 Jahren festgenommen worden. Darüber hinaus sind den Angaben nach eine fünfstellige Summe Bargeld sowie Uhren, Schmuck und Elektrogeräte sichergestellt worden.

Von dpa

Ein Polizeibeamter steht zwischen zwei Einsatzfahrzeugen der Polizei. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Symbolbild

Ein Großteil der gestohlenen Gegenstände sei bereits konkreten Einbrüchen zugeordnet und an die Geschädigten zurückgegeben worden, hieß es weiter. Die beiden Banden seien mutmaßlich für eine dreistellige Zahl von Wohnungseinbrüchen mit einer Gesamtbeute in sechsstelliger Höhe verantwortlich. Allein in der näheren Umgebung von Oberhausen waren mehr als 60 Fälle polizeilich bekannt geworden, die höchstwahrscheinlich auf das Konto der Gruppenmitglieder gingen.

Drei der mutmaßlichen Täter (20, 44, 49) kommen aus Mülheim/Ruhr, die anderen drei Beschuldigten (19, 26, 28) aus Oberhausen. Alle sechs Verdächtigen sitzen in Untersuchungshaft und waren teilweise bereits zuvor im Zusammenhang mit Eigentumsdelikten in Erscheinung getreten.

Eine Ermittlungskommission in Oberhausen arbeitete seit Anfang des Jahres mit der Duisburger Staatsanwaltschaft intensiv an dem umfangreichen Verfahren. Querverbindungen wurden erkannt, teilweise wurde auch verdeckt ermittelt. Erkenntnisse aus Überwachungen sowie Spuren und Hinweise der Bevölkerung hätten schließlich zu den beiden Tätergruppen in Mülheim und Oberhausen geführt, die Diebesgut zum Teil auch ins Ausland versandt hatten.

Eine Tätergruppe sei überwiegend in Bottrop, Duisburg, Dinslaken, Mülheim und Oberhausen tätig gewesen, die andere Gruppe in einem größeren Radius bis nach Düsseldorf und Neuss. «Das waren hochprofessionelle Täter», sagte der Ermittlungsleiter, Hauptkommissar Alexander Imre. «Sie arbeiteten mit teilweise bis zu fünfzehn unterschiedlichen Personalien und hatten auch Fahrzeuge auf Scheinhalter zugelassen.»

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