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Schulleitung: Für viele kein Job mehr zum Weiterempfehlen

Düsseldorf (dpa)

Lehrkräftemangel, Corona, Bürokratie - viele Schulleitungen sind mit ihrem Job nicht mehr zufrieden. Auch Corona schlägt auf die Motivation durch. Weiterempfehlen würden viele den Beruf nicht mehr.

Von dpa

Die Schulleiterin einer Grundschule geht in ein Klassenzimmer. Foto: Angelika Warmuth/dpa/Symbolbild

Demotiviert und ernüchtert - etwa jeder fünfte Schulleiter in Nordrhein-Westfalen übt den Beruf nur ungern aus. Wie eine am Freitag in Düsseldorf veröffentlichte repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) zeigt, gaben 19 Prozent der in NRW befragten 252 Schulleiterinnen und Schulleiter an, ihren Job ungern zu machen. Bundesweit lag der Anteil der Unzufriedenen mit 25 Prozent sogar noch höher.

Immerhin 80 Prozent der Rektoren und Direktoren im bevölkerungsreichsten Bundesland haben aber eine positive Einstellung zu ihrem Beruf («sehr gerne» und «eher gerne»). Im Vergleich zur Forsa-Umfrage in der Corona-Krise im November 2020 äußerten sich die Schulleiter in NRW inzwischen wieder zufriedener.

2020 hatten noch 27 Prozent angegeben, ihren Job nur ungern zu machen. 2019 waren es aber erst 2 Prozent. Der Anteil derjenigen, die den Beruf des Schulleiters nicht weiterempfehlen würden, wuchs in NRW von 16 Prozent 2019 auf 28 Prozent im Jahr 2020 und jetzt weiter auf 39 Prozent.

Mit Lehrermangel haben 66 Prozent der Befragten an den Schulen zu kämpfen. Als größte Belastungen sehen die Schulleiter das stetig wachsende Aufgabenspektrum, steigende Verwaltungsarbeiten - und dass Politiker bei ihren Entscheidungen den tatsächlichen Schulalltag nicht ausreichend beachteten.

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