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Sonniger Samstag

Schwitzen in NRW: supersonnig, superheiß, supervoll

Essen (dpa/lnw)

Ungewöhnliche Hitze in Nordrhein-Westfalen. Am Samstag suchten viele Menschen im Schwimmbad Abkühlung. Vom Deutschen Wetterdienst kamen auch Warnungen.

Von dpa

Ein Besucher springt im Stadionbad vom Sprungturm ins Wasser. Foto: Christian Knieps/Christian Knieps/Foto: Christian Knieps

Hohe Temperaturen von vielerorts weit über 30 Grad haben die Menschen am Samstag auch in Nordrhein-Westfalen ins Schwitzen gebracht. Viele suchten Abkühlung im Schwimmbad. In manchen Fällen wurde allerdings angesichts des Besucheransturms vorübergehend ein Einlassstopp verhängt.

Unter Hochdruckeinfluss sei aus Südwesteuropa ungewöhnlich warme Luft nach NRW geströmt, berichtete der Deutsche Wetterdienst. In der Nacht zum Sonntag sowie tagsüber am Sonntag werde sich von Norden her dann aber ein Tiefausläufer mit deutlich kühlerer Meeresluft nähern.

«Gebietsweise herrscht aufgrund längerer Trockenheit eine hohe Waldbrandgefahr», mahnte der DWD. Zudem träte eine erhöhte UV-Intensität auf - also eine erhöhte Sonnenbrandgefahr in NRW.

An einem sonnigen und «heißen bis sehr heißen» Tag wurden Höchsttemperaturen von 31 bis 34 Grad erwartet. In der Kölner Bucht sollte das Thermometer auch um die 36 Grad zeigen, hieß es in der DWD-Vorhersage. Ein eher schwacher Wind werde kaum Abkühlung bringen. Der Samstag bleibe zudem meist niederschlagsfrei.

Also trieb es viele in die Schwimmbäder. Bereits am Mittag seien rund doppelt so viele E-Tickets wie sonst in diesem Zeitraum verkauft worden, berichtete ein Mitarbeiter des Agrippabads in Köln. Diese Tendenz bestätigte eine Sprecherin der KölnBäder: Im Stadionbad in der Domstadt bildeten sich schon am Mittag lange Schlangen.

Das Strandbad Lörick in Düsseldorf meldete eine ähnlich hohe Auslastung. Im Freibad Langenfeld nahe der Landeshauptstadt musste der Ticketverkauf am Kassenautomaten am Mittag sogar gestoppt werden.

Im Freizeitbad CaLevornia in Leverkusen wurden wegen Überfüllung am Mittag vorübergehend keine Badegäste mehr eingelassen - dort ist in der aktuellen Saison bisher nur das Hallenbad geöffnet. In Bochum entschieden die Betreiber für Samstag kurzfristig, die Öffnungszeiten der Freibäder wegen des hohen Andrangs bis in die Abendstunden zu verlängern, wie ein Sprecher der WasserWelten Bochum GmbH schilderte.

Für den Abend und die Nacht zum Sonntag ging der DWD im Norden von einem geringen Gewitterrisiko aus. Mit Blick auf ganz Deutschland rechnet der Wetterdienst damit, dass der Samstag mancherorts der bisher heißeste Tag des Jahres werden könnte. Ein erste vorläufige Bilanz für NRW werde es voraussichtlich am späten Samstagabend geben, sagte eine Sprecherin.

Auch in der Nacht sollte es 15 bis 21 Grad warm bleiben. Der Sonntag könne lokal teils kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel bringen. Für den Norden des Landes wurde dann mit Höchstwerten um die 21 Grad gerechnet, im Süden von NRW immerhin noch mit 29 Grad.

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