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Seehofer: Jüdische Menschen dürfen nicht in Angst leben

Berlin (dpa)

Von dpa

Bundesinnenminister Horst Seehofer spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Stefan Sauer/dpa/archivbild

Nach dem Polizeieinsatz an einer Synagoge in Hagen hat Bundesinnenminister Horst Seehofer betont, für den Schutz jüdischer Einrichtungen müsse alles Menschenmögliche getan werden. «Nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur rief mir vor zwei Jahren ein junger Mensch zu: Ihr könnt uns nicht schützen!», sagte der CSU-Politiker am Donnerstag in Berlin. In Nordrhein-Westfalen sei nun erneut eine Synagoge ernsthaft bedroht gewesen, vermutlich aus islamistischen Motiven. Dieses Mal seien die Sicherheitsbehörden schneller gewesen.

«Wir tun das Menschenmögliche, um unsere Bevölkerung zu schützen. Nie wieder dürfen Jüdinnen und Juden in unserem Land in Angst leben», sagte der Minister. Für Antisemiten sei in der deutschen Gesellschaft kein Platz.

Schwer bewaffnete Polizisten hatten am Mittwochnachmittag den Zugang zu der Synagoge im Zentrum von Hagen abgesperrt und das Gotteshaus stundenlang geschützt. Ein für den Abend geplanter Gottesdienst zu Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, wurde abgesagt. Am Donnerstag wurden vier Menschen festgenommen. Im Fokus der Ermittler steht ein 16-jähriger Syrer.

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