1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. NRW
  4. >
  5. SPD: Aussetzen der Maskenpflicht im Unterricht ein Fehler

  6. >

SPD: Aussetzen der Maskenpflicht im Unterricht ein Fehler

Düsseldorf (dpa/lnw)

Die SPD-Opposition in Nordrhein-Westfalen hat die Aufhebung der Maskenpflicht im Unterricht als schweren Fehler bezeichnet. So werde dem Coronavirus in Zeiten steigender Neuinfektionszahlen Gelegenheit gegeben, sich noch weiter auszubreiten, kritisierte der Vizevorsitzende der SPD-Fraktion, Jochen Ott, am Freitag in einer Aktuellen Stunde des Düsseldorfer Landtags.

Von dpa

Jochen Ott (SPD) spricht während einer Sitzung des Landtags. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild

Tatsächlich hätten sich viele Kinder entschieden, freiwillig weiter Maske am Sitzplatz zu tragen. «Die Kinder in Nordrhein-Westfalen übernehmen mehr Verantwortung als die gesamte Landesregierung», sagte Ott. Da die Regierung schon vor den Herbstferien das Aussetzen der Maskenpflicht avisiert habe, habe sie sich in eine Situation manövriert, nicht mehr angemessen auf steigende Infektionszahlen reagieren zu können. «Das ist schlecht für Sie und schlecht für unser Land.»

Ähnlich argumentierten die Grünen. Die CDU hielt dagegen, dass die Schüler Entscheidungsfreiheit hätten, eine Maske im Unterricht zu tragen oder nicht. Kinder müssten aber - wie schon die Erwachsenen - auch wieder an Normalität teilhaben dürfen. Eingriffe in Grundrechte seien permanent zu hinterfragen, mahnte die CDU-Abgeordnete Claudia Schlottmann.

Nach mehr als einem Jahr Maskenpflicht ist diese auf den Sitzplätzen im Klassenraum seit Dienstag landesweit abgeschafft. Schulen dürfen keine abweichenden Grundsatzbeschlüsse fassen. Allerdings können Schüler freiwillig einen Mund-Nasen-Schutz im Unterricht tragen. Im übrigen Schulgebäude besteht weiterhin Maskenpflicht. Für den Außenbereich war sie schon vor einiger Zeit abgeschafft worden. Für Lehrkräfte entfällt die Pflicht, solange ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

Startseite
ANZEIGE