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Stamp für gezielte Jobbörsen in Ghana und Nordirak

Düsseldorf (dpa/lnw)

Nordrhein-Westfalens Integrations- und Flüchtlingsminister Joachim Stamp (FDP) setzt sich für gezielte Jobbörsen in Ländern mit einer starken Migrationsbewegung nach Deutschland ein. Er werde nach Ghana, das westafrikanische Partnerland von NRW, reisen, wo sein Ministerium mit anderen Partnern ein Migrationsinformationszentrum aufbaue, sagte Stamp am Donnerstag in Düsseldorf. Das Zentrum befinde sich direkt am internationalen Flughafen der Hauptstadt Accra. Es sei für Rückkehrer aus Deutschland gedacht. Gleichzeitig führe sein Haus Gespräche, wie umgekehrt eine «vernünftige legale Migration nach Deutschland möglich ist».

Von dpa

Flüchtlingsminister Joachim Stamp. Foto: David Young/dpa/Archivbild

NRW schiebe Straftäter und Gefährder konsequent ab, brauche aber gleichzeitig zusätzliche Arbeitskräfte, sagte Stamp. Der Fachkräftemangel belaste die Wirtschaft. Auch im Nordirak seien etwa Jobbörsen angedacht. Viele gut qualifizierte Migranten aus dem Nordirak hätten auch an der EU-Grenze in Belarus gestanden, weil sie dorthin fehlgeleitet worden seien. «Deswegen ist es sinnvoll, vor Ort gezielte Jobbörsen zu machen», sagte der FDP-Politiker.

Zugleich seien aber auch «praxistaugliche Rückführungsabkommen» notwendig. Ein Hindernis sei oft die Rücknahmebereitschaft der Herkunftsländer. Die frühere Bundesregierung habe zu wenige Vereinbarungen getroffen. Nun sei in der neuen Ampel-Regierung eine «Rückführungsoffensive» verabredet und eine stärkere Unterstützung des Bundes verabredet worden.

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