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Streit um Verbrennung von Papageien-Buch landet vor Gericht

Wuppertal (dpa)

Der Streit um die Güte eines Papageien-Handbuches ist in Wuppertal eskaliert und vor Gericht gelandet. Eine Kritikerin des Handbuches soll ein Exemplar vor laufender Kamera verbrannt und dabei behauptet haben, es enthalte 7000 Fehler. Die Wuppertaler Autorin des Buches verklagte sie daraufhin auf Unterlassung und Zahlung 453,87 Euro entgangenen Umsatz, weil das auf Facebook verbreitete Video dem Buchverkauf geschadet habe.

Von dpa

Amtsrichterin Anna Beining sagte am Freitag laut Gerichtssprecherin, eine Bücherverbrennung sei zwar eine «fragwürdige Form der Kritikäußerung», könnte aber von der Meinungsfreiheit dennoch gedeckt sein. Zudem sei fraglich, ob die Beklagte tatsächlich für die Verbreitung des Videos verantwortlich sei und ob Wiederholungsgefahr bestehe.

Die Papageienliebhaberin und Buchkritikerin hatte argumentiert, sie habe das Verbrennen des Buches in einem Feuerkorb nicht gefilmt und das Video auch nicht im Internet veröffentlicht. Verhandlungen über einen Vergleich scheiterten am Freitag. Die Richterin nahm sich bis zum 22. Oktober Bedenkzeit und will dann verkünden, ob sie die Klage tatsächlich abweist (Az.: 96 C 63/21).

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