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Streit um verschwundene Uecker-Aquarelle: Gericht rügt Klage

Düsseldorf (dpa/lnw - Im Streit um angeblich gestohlene Aquarelle des Künstlers Günther Uecker hat das Düsseldorfer Landgericht die Klage eines Mönchengladbachers kritisiert. Der Mann hatte die Aquarelle aus der Serie «Rio und Luft» im Oktober des vergangenen Jahres versteigern lassen wollen.

Von dpa

Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild

Doch die Auktion war gestoppt worden, nachdem Ueckers Sohn Jakob dem Auktionshaus mitgeteilt hatte, dass die Bilder zu den 14 Aquarellen gehören würden, die vor mehr als zehn Jahren nach einer Ausstellung in München entwendet worden seien.

Daraufhin hatte der verkaufswillige Besitzer der Bilder dem Sohn Ueckers dessen Behauptungen gerichtlich verbieten lassen wollen.

Außerdem wollte der Kläger feststellen lassen, dass er die Werke nicht herausgeben müsse, sondern der rechtmäßige Besitzer sei. Jakob Uecker verwaltet das künstlerische Werk seines Vaters.

Der Kläger sei von Jakob Uecker weder namentlich erwähnt, noch eines Diebstahls bezichtigt worden, monierte die Richterin. Jakob Uecker sei auch nicht der mutmaßliche Eigentümer der Bilder, sondern sein Vater, sagte die Richterin. Daher könne der Sohn auch nicht auf eine Herausgabe verzichten.

Der Anwalt des Klägers argumentiert, die Bilder, die sein Mandant habe versteigern wollen, seien niemals als entwendet oder gestohlen gemeldet worden. Er kündigte an, die Klage nachzubessern.

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