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Teenager nach Überdosis tot: Mutmaßlicher Dealer vor Gericht

Dortmund (dpa/lnw)

In Lünen stirbt im Frühjahr 2019 ein Teenager an einer Drogen- und Alkoholvergiftung. Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen den mutmaßlichen Dealer. Nahm er den Tod leichtfertig in Kauf?

Von dpa

Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Nach dem Drogentod eines 18-Jährigen in Lünen hat vor dem Dortmunder Landgericht der Prozess gegen den mutmaßlichen Dealer des Opfers begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 45-jährigen Angeklagten vor, den Tod des Teenagers im Frühjahr 2019 leichtfertig in Kauf genommen zu haben. Zu Prozessbeginn am Dienstag hieß es dazu in einer vom Verteidiger abgegebenen Erklärung: «Der Tod des jungen Mannes hat bei meinem Mandanten zu großem Entsetzen geführt. Das hat ihn sehr mitgenommen.» Der 18-Jährige habe beim Kauf des Rauschgifts jedoch einen ganz normalen Eindruck gemacht.

Der Angeklagte soll dem Teenager am Tag vor dessen Tod zehn Gramm Marihuana und 14 Ecstasy-Tabletten verkauft haben. Am nächsten Morgen war der 18-Jährige als Notfall in ein Lüner Krankenhaus eingeliefert worden, wo die Ärzte aber nichts mehr für ihn tun konnten. Im Blut des Verstorbenen sollen später Rückstände der beiden illegalen Drogen und auch Alkohol festgestellt worden sein.

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