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Tödlicher Streit um Geld: Angeklagter schweigt

Essen (dpa/lnw)

Ein Mann wird in Essen mit einem Hammer und einem Messer angegriffen und tödlich verletzt. Jetzt steht der mutmaßliche Täter vor Gericht. Auslöser war angeblich ein Streit um Geld.

Von dpa

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild

Nach einem tödlichen Streit muss sich ein 46 Jahre alter Mann aus Essen seit Mittwoch vor Gericht verantworten. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, am 14. April 2021 mit einem Metallhammer und einem Messer auf einen langjährigen Bekannten losgegangen zu sein. Laut Anklage wurde das spätere Opfer viermal gegen den Hinterkopf geschlagen und anschließend elf Mal in Bauch und Oberkörper gestochen. Ein Stich ging direkt ins Herz. Hintergrund der Tat soll ein Streit um Geld gewesen sein. Zum Prozessauftakt am Essener Schwurgericht hat sich der deutsche Angeklagte noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das spätere Opfer dem Angeklagten 31.000 Euro zur Aufbewahrung gegeben hatte. Als der ebenfalls 46-Jährige sein Geld zurückgefordert habe, soll sich der Angeklagte entschlossen haben, seinen Bekannten zu töten. Die Tat war auf einem Parkplatz eines Essener Friedhofs passiert. Eine alarmierte Notärztin hatte das Opfer laut Anklage zwar noch einmal reanimieren können, im Krankenhaus konnte dann aber nur noch der Tod des 46-Jährigen festgestellt werden.

Der Angeklagte war nach der Tat zunächst geflohen, hatte dann aber festgenommen werden können. Nach Angaben von Verteidiger Bernd Kachur soll der Essener bei einer späteren polizeilichen Vernehmung von Notwehr gesprochen haben. Die Anklage lautet auf Mord. Das Essener Schwurgericht hat für den Prozess zunächst noch vier Verhandlungstage bis zum 10. November vorgesehen.

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