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Klima

Trockenheit: Ministerium verzeichnet Häufung von Waldbränden

Düsseldorf (dpa/lnw)

Im laufenden Jahr hat es in Nordrhein-Westfalen im Vergleich zu den Vorjahren zwar bislang wenige Waldbrände gegeben, in jüngster Zeit ist es aber angesichts der Trockenheit zu einer deutlichen Häufung gekommen. Allein am Dienstag seien sieben Brände registriert worden, teilte das NRW-Landwirtschaftsministerium am Mittwoch in Düsseldorf mit. Seit vergangenem Samstag waren es demnach insgesamt elf Brände, während es in den fast vier Wochen davor im Wald gar nicht gebrannt hatte.

Von dpa

Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr fährt zu einem Einsatz. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Seit Jahresbeginn wurden laut Ministerium 27 Wald- und Flächenbrände registriert. Negativwerte wurden in den Jahren 2018 (160 Brände) und 2020 (227 Brände) erreicht, auch 2019 (95 Brände) und 2021 (79 Brände) brachen häufig Feuer aus. In den Jahren davor bewegte sich die Zahl aber meist im 20er- oder 30er-Bereich.

Trockenheit hatte zuletzt landesweit für hohe Waldbrandgefahr gesorgt. In Teilen des Münsterlandes und in Ostwestfalen-Lippe herrschte am Mittwoch teils sogar die höchste Warnstufe 5 - also «sehr hohe Gefahr».

Bei Sundern im Sauerland brach am Dienstag ein Waldbrand aus, der sich bis zum Mittwoch auf 50.000 Quadratmeter ausbreitete, also die Größe von ungefähr sieben Fußballfeldern. Polizeihubschrauber mit Löschtanks unterstützten dort die Brandbekämpfung aus der Luft.

Auch in Attendorn, Hennef im Rhein-Sieg-Kreis, Plettenberg im Märkischen Kreis und in Detmold brachen am Dienstag beziehungsweise in der Nacht zu Mittwoch Waldbrände aus. Der sogenannte Grasland-Feuerindex des Deutschen Wetterdienstes zeigte am Dienstag und Mittwoch für NRW hohe Warnstufen. Bei Jülich brannte laut Polizei ein Feld auf einer Fläche, die etwa 16 Fußballfeldern entsprach.

Für die Nacht zum Donnerstag wurden Unwetter und Starkregen vorhergesagt. Das macht sich auch beim Waldbrandgefahrenindex bemerkbar: Der verzeichnete zuletzt für Donnerstag und ganz NRW dann wieder «sehr geringe Gefahr».

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