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Ukraine-Krieg: Russische Filmtage werden verschoben

Münster/Düsseldorf (dpa/lnw)

Wegen des Angriffs Russlands auf die Ukraine sind die eigentlich für März geplanten Russischen Filmtage in Münster und Düsseldorf auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Es werde deutlich, dass «neben dem in keiner Weise zu rechtfertigenden Angriff auf die Ukraine auch Putins Drohungen gegen die westliche Welt immer gefährlichere Ausmaße annehmen», teilten die Organisatoren des dreiwöchigen Kino-Festivals am Dienstag mit. Das seit vielen Jahren bewährte Projekt zum jetzigen Zeitpunkt durchzuführen, halte man daher für unangemessen.

Von dpa

«In dieser Situation gilt unsere Aufmerksamkeit der Entwicklung in der Ukraine», hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme der Filmwerkstatt Münster, des Filmmuseums Düsseldorfs sowie der Gesellschaft zur Förderung der deutsch-russischen Beziehungen Münster, die das seit 2009 stattfindende dreiwöchige Festival ab dem kommenden Wochenende geplant hatten.

Die Russischen Filmtage seien «nicht das Sprachrohr staatlicher Propaganda», betonten die Macher weiter. Vielmehr verstehe man sie als Möglichkeit des Dialogs der Kulturen. Zudem gehörten die meisten der Regisseure und Regisseurinnen der in den vergangenen 14 Jahren gezeigten Filme der Opposition an, die sich öffentlich gegen den Krieg und für Demokratie und Frieden positioniere. Daher hoffe man auf Frieden in der Ukraine und darauf, die Filmtage zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.

Am Wochenende hatte Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller die Schirmherrschaft für das Festival niedergelegt und die Veranstalter zu diesem Schritt aufgefordert. Außerdem legte Düsseldorfs OB die Städtepartnerschaft mit Moskau auf Eis.

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