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Umfrage: CDU und SPD gleichauf bei 28 Prozent

Köln (dpa/lnw)

Vor drei Monaten hat Hendrik Wüst das Amt des Ministerpräsidenten übernommen. Seitdem hat der CDU-Politiker laut einer Umfrage des WDR-Magazins «Westpol» Punkte gemacht.

Von dpa

Blick in den Plenarsaal des Landtags von Nordrhein-Westfalen. Foto: Fabian Strauch/dpa

Rund dreieinhalb Monate vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen liegen CDU und SPD nach einer Meinungsumfrage gleichauf. Wenn an diesem Sonntag Wahlen wären, kämen beide Parteien auf 28 Prozent, berichtete das WDR-Magazin «Westpol» am Sonntag über eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap. Im Vergleich zum NRW-Trend drei Monate zuvor konnte sich demnach die CDU um 6 Prozentpunkte verbessern, während die SPD 3 Prozentpunkte an Zustimmung verlor. Im vergangenen Oktober hatte die SPD laut der Umfrage klar vor der CDU gelegen.

Nach WDR-Angaben folgen laut der Erhebung als drittstärkste Kraft die Grünen mit unverändert 17 Prozent. Die in Düsseldorf mitregierende FDP bleibe mit 10 Prozent zweistellig, büße aber seit Oktober 3 Prozentpunkte ein. Die Meinungsforscher sehen die AfD leicht verbessert bei 8 Prozent (+1). Die Linke wäre mit unverändert 3 Prozent weiterhin nicht im Landtag vertreten.

Das aktuelle Regierungsbündnis aus CDU und FDP in NRW hätte nach der Umfrage keine Mehrheit. Aber auch für Schwarz-Grün oder Rot-Grün reiche es knapp ebenfalls nicht, erläuterte der WDR. Rechnerisch möglich wären demnach eine Koalition aus CDU und SPD sowie Dreierbündnisse wie «Jamaika» mit CDU, Grünen und FDP oder eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP.

Seit seiner Wahl zum Ministerpräsidenten Ende Oktober hat Hendrik Wüst (CDU) laut der Umfrage deutlich Punkte gemacht. Auf die Frage, wen sie wählen würden, wenn eine Direktwahl zum Ministerpräsidenten möglich wäre, nannten 43 Prozent der Befragten Wüst (+12 Prozentpunkte). Für SPD-Herausforderer Thomas Kutschaty sprachen sich 21 Prozent (-4 Prozentpunkte) aus. Mehr als jeder dritte Befragte entschied sich für keinen von beiden (36 Prozent).

Wüst kann nach der Umfrage mit seiner Arbeit im Kabinett überzeugen: 43 Prozent der Befragten hätten sich zufrieden mit der politischen Arbeit geäußert, so der NRW-Trend. Unzufrieden sind demnach 32 Prozent.

Auf die Frage nach den zwei wichtigsten Themen im Land setzten die Befragten die Corona-Politik auf Platz eins. «Für 35 Prozent der Wahlberechtigten gehört der Umgang mit Corona oben auf die Problem-Agenda», teilte der WDR mit. Angesichts der Rekordstände bei den Neuinfektionen wollte eine klare Mehrheit (61 Prozent) keine Lockerungen. Ein gutes Drittel der Befragten (36 Prozent) hält laut der Umfrage Erleichterungen für das öffentliche Leben schon jetzt für angemessen.

Als weitere landespolitische Herausforderungen in NRW wurden Bildungspolitik, Verkehrsinfrastruktur sowie Umweltschutz und Klimawandel genannt. Die Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen sind am 15. Mai zur Wahl eines neuen Landtags aufgerufen.

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